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Kultur im Norden Bejubelter Kleist in Salzburg
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18:10 30.07.2018
Salzburg

Bei Kleist erwächst das Drama weniger aus der Handlung, es lebt vor allem vom Klang und Rhythmus seiner Sprache. Und darum ist es auch nur konsequent, wenn der Regisseur Johan Simons das lange als unaufführbar geltende Stück als erste neue Schauspiel-Premiere der Salzburger Festspiele in einer radikal reduzierten, allen szenischen Beiwerks entkleideten Version auf die Bühne bringt.

Sandra Hüller ist Penthesilea, Jens Harzer ist Achilles – mehr ist hier für diese vielleicht sonderbarste aller Liebesgeschichten nicht nötig. Harzers Stimme ist dabei weitgehend immun gegen das permanente Knarren der Zuschauersitze im alten Salzburger Landestheater, das den Abend aufdringlich begleitet; seine Partnerin ist oft weniger gut zu verstehen. Packend ist dagegen deren dezent eingesetztes Spiel: Sandra Hüller, die auch im Kino mit Filmen wie „Toni Erdmann“ und zuletzt „In den Gängen“ kleine Wunder vollbringt, ist Spezialistin für die lässige Hysterie, für schnippische Stärke, für das sachlich servierte große Gefühl. Gemeinsam gelingt den beiden Schauspielstars ein beeindruckender Abend.

In der kommenden Saison ist die Salzburger Produktion am Schauspielhaus Bochum zu sehen. Stefan Arndt

LN

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