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Bekanntschaft mit der leisen Laute

Lübeck Bekanntschaft mit der leisen Laute

Die Laute ist ein diffiziles Instrument, schwierig zu stimmen, schwierig zu spielen.

Lübeck. Die Laute ist ein diffiziles Instrument, schwierig zu stimmen, schwierig zu spielen. Wie man dieses Instrument nahezu perfekt beherrschen kann, demonstrierte Joachim Held zum Auftakt des Festivals „Lübecker Lauten Lust“. Der ausverkaufte Saal im Dielenhaus in der Fleischhauerstraße eignete sich vorzüglich für die sanften Töne. Held, Professor für Laute in Den Haag und Bremen, spielte ein Programm mit Werken italienischer Komponisten der Renaissance und des frühen Barock. Nahezu unbekannt außerhalb der Szene der Alten Musik sind diese Werke – zu unrecht. Denn die Schönheit etwa der Passacaglia von Alessandro Piccinini (1563-1638) ist außergewöhnlich, das trifft auch die Toccata von Francesco da Milano (1536) zu.

Held erweckte diese Musik zum Leben, er spielte intonationssicher und mit großem Ausdruck. Er spielte auch auf einer Liuto attiorbato und einer Chitarrone, Instrumenten, die durch zusätzliche Basssaiten mehr Klangfülle bieten als die Mitte des 16. Jahrhunderts üblichen Instrumente. Eine wunderbare Klangreise durch die hohe Zeit der Laute ergab sich so, faszinierend in der Mischung aus Vertrautheit und Fremdartigkeit.

Das Publikum war begeistert und erklatschte sich mehrere Zugaben. Ein wunderbarer Abend.

Das nächste Konzert des Lauten-Festivals: Fr., 17. Juni, 19.30 Uhr im Dielenhaus (Fleischhauerstraße 79)

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