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Kultur im Norden Berlin gibt Raubkunst an Ureinwohner Alaskas zurück
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20:19 16.05.2018

Alles deute darauf hin, dass die Objekte in den 1880er Jahren „ohne Zustimmung der Native People“ aus den Gräbern entnommen und damit zu Unrecht nach Deutschland gelangt sind, wie Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) sagte. „Sie gehören deshalb nicht in unsere Museen.“

Bei der Restitution an die Chugach Alaska Corporation handelte es sich um die erste Rückgabe in der über 100-jährigen Geschichte des Ethnologischen Museums an eine Herkunftsgesellschaft.

Anwesend waren unter anderem Vertreter der US-amerikanischen Botschaft sowie des Auswärtigen Amts. Der norwegische Forschungsreisende Johan Adrian Jacobsen hatte die Objekte Ende des 19.

Jahrhunderts von einer Sammelreise im Auftrag des damaligen Königlichen Museums für Völkerkunde, dem heutigen Ethnologischen Museum, nach Berlin gebracht. Insgesamt besitzt das Ethnologische Museum rund 200 Objekte der Chugach. Der Vizepräsident der Chugach Alaska Corporation, John Johnson, kündigte an, dass die Objekte künftig in Museen in Alaska präsentiert werden. Zum genauen Alter der Masken konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die Restitution markiere zugleich den Beginn eines engeren kulturellen Austauschs. Denkbar seien künftig etwa der Austausch von Wissenschaftlern sowie wechselseitige Ausstellungen mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Vertreter der Chugach Alaska Corporation hatten 2015 erstmals das Ethnologische Museum in Berlin, das zur SPK gehört, besucht und danach um die Rückgabe der unrechtmäßig erworbenen Objekte gebeten.

LN

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