Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Kultur im Norden Bernstein Award für Sopranistin Emily D’Angelo
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Bernstein Award für Sopranistin Emily D’Angelo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:34 01.02.2019
Bach war ihre erste Offenbarung: Emily D’Angelo. Quelle: Foto: M. Cooper
Lübeck

Ein deutsches Lied, vertont von Johann Sebastian Bach, war der Schlüssel zu ihrer Karriere: Als Kind habe sie einmal „Bist du bei mir“ im Haus ihrer Großmutter gesungen, erinnerte sich Emily D’Angelo in einem Interview für ein Magazin ihrer Heimatstadt Toronto. Die deutschen Freunde der Familie, für die sie sang, waren so ergriffen, dass Tränen flossen. Viel später markiert dieses Lied den Beginn ihrer Karriere – sie singt es als 16-Jährige bei ihrem ersten Auftritt als Solistin vor großem Publikum. Heute gilt die 25-Jährige als Kanadas neue Opernsensation.

Jetzt erhält die Mezzosopranistin den mit 10 000 Euro dotierten Leonard Bernstein Award 2019, gestiftet von der Sparkassen-Finanzgruppe. „Emily D’Angelo begeistert mit ihrem Können und zieht die Menschen mit ihrer Stimme sofort in ihren Bann. Sie ist aber nicht nur eine großartige Sängerin, sondern lebt ihre Rollen mit ihrem ganz eigenen Witz und Charme“, begründet Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein, die Wahl der Jury, die den Nachwuchspreis des Schleswig-Holstein Musik-Festival das erste Mal an ein Gesangstalent vergibt. Bisherige Preisträger sind unter anderem der Pianist Lang Lang, Percussionist Martin Grubinger, Organist Cameron Carpenter und zuletzt der Geiger Charles Yang.

Die junge Mezzosopranistin sagt, sie fühle sich durch die Auszeichnung unglaublich geehrt: „Bernsteins beispielloses Erbe als Künstler, Pädagoge und Meister hat zahlreiche Musiker inspiriert.“ Ihre größte Inspiration war ihre Großmutter. Deren Wiegenlieder hätten ihre Liebe zum Gesang geweckt, sagt Emily D’Angelo – und als sie mit 16 wieder „Bist du bei mir“ gesungen habe, sei das ein Moment der Erkenntnis gewesen: „Ich will Sängerin sein.“

Regine Ley

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Overbeck-Gesellschaft zeigt ab Sonntag Fotos von Herbert Hoffmann. Der Tätowierer hat ab 1953 die Menschen, die sich von ihm stechen ließen, fotografiert.

01.02.2019

Mit großer Spannung erwartet Bernd Schwarze, Pastor der Kulturkirche St. Petri, den Aktionskünstler Jonathan Meese. Die Vorbereitungen für die Ausstellung, die am 17. Februar eröffnet wird, sind in vollem Gange. Was genau passieren wird, weiß noch keiner.

31.01.2019
Kultur im Norden Vortrag im Europäischen Hansemuseum - Markus Meckel über Erinnerungskultur

„Erinnerungskultur heißt: Ohren auf!“ Markus Meckel, Außenminister der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer, sprach im Hansemuseum über die Schwierigkeit des richtigen Gedenkens.

31.01.2019