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Bilder aus dem goldenen Zeitalter

Hamburg Bilder aus dem goldenen Zeitalter

Christoffer Wilhelm Eckersberg: Ein Maler aus Dänemark in der Kunsthalle Hamburg.

Hamburg. Er gilt als Vater des Goldenen Zeitalters der Malerei in Dänemark, begründete 1816 in Rom die dänische Tradition der Freilichtmalerei, schuf Porträts und Akte, Landschafts-, Historienbilder sowie Genre-Szenen, verfasste Schriften über Perspektiventheorie und lehrte 40 Jahre lang an der Kunstakademie in Kopenhagen. Dennoch ist Christoffer Wilhelm Eckersberg (1783—1853), der wohl bedeutendste Maler seines Landes in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, fast nur in Skandinavien und bei amerikanischen Sammlern bekannt.

Das will eine Ausstellung mit Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken in der Hamburger Kunsthalle ändern. Unter dem Titel „Eckersberg — Faszination Wirklichkeit“

macht sie mit einem Werk bekannt, das Tradition und Innovation, Klassizität und Wirklichkeitsnähe vereint. Es handle sich um die erste Eckersberg-Retrospektive außerhalb Dänemarks, sagte Museumschef Hubertus Gaßner. Im Anschluss wird sie in Paris präsentiert.

Im damaligen Schleswig — heute Süddänemark — geboren, gewann Eckersberg nach seiner Ausbildung zum Historienmaler in Kopenhagen 1809 ein Reisestipendium. Das ermöglichte ihm Aufenthalte in Paris und in Italien. Zurück in seiner Heimat avancierte er zum gefragten Porträtisten. So ist in Hamburg sein Ölbild „Die Familie Nathanson“ von 1818 zu sehen. Der vermögende Kaufmann Nathanson aus Altona war Mäzen Eckersbergs.

Er konnte auch monumental: Auf Initiative Nathansons schuf Eckersberg das Riesenformat „Rast der Israeliten nach dem Durchzug durch das Rote Meer“ (1815). In leuchtenden Farben zeigt er hier, wie das Volk Israel in einer dramatischen Situation einen Moment innerer Sammlung und Familienglücks genießt.

„Eckersberg — Faszination Wirklichkeit“ bis 16. Mai, Kunsthalle Hamburg

Ulrike Cordes

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