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Kultur im Norden Bilder und Musik für sauberes Wasser
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18:20 17.06.2017
Anna Lafrentz, Kuratorin der Millerntor Gallery, vor einer der Wände des FC St. Pauli-Stadions, die von Graffiti-Künstlern gestaltet wurden. Quelle: Foto: Dpa
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Hamburg

. Das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli verwandelt sich vom 29. Juni bis 2. Juli in eine riesige Kunstgalerie. Bei der siebten Ausgabe der „Millerntor Gallery“ präsentieren internationale Street-Art-Künstler wie die Deutsche MadC, der Spanier Okuda San Miguel oder die Argentinierin, die sich „pum pum“ nennt, ihre Arbeiten. Aber auch Hamburger Künstler wie Alexander Trattler, Bobbie Serrano, Rebelzer und Henning Heide verschönern die Katakomben des Fußballstadions.

„Die Millerntor Gallery ist eine real gewordene Utopie. Das Festival im Herzen von St. Pauli zeigt, wie weltoffen und weltverändernd Hamburg sein kann“, sagte Michael Fritz, Mitgründer der Hilfsorganisation „Viva con Agua“. Der Verein, der auch ein gleichnamiges Mineralwasser vertriebt, setzt sich weltweit für sauberes Wasser ein. An ihn gehen die Erlöse der „Millerntor Gallery“.

Im Stadion gibt es Ende Juni nicht nur Kunst, sondern auch ein Musikprogramm auf der Parkbühne. Dafür haben die Festivalmacher Bela B von den Ärzten, Fettes Brot und DJ Mad als Musikpaten engagieren können. Bela B schickt neben der Elektropop-Band Grossstadtgeflüster und der Indie-Band Schrottgrenze zwei Überraschungs-Acts ins Rennen. Maeckes, Antifuchs und Veedel Kaztro wurden von Fettes Brot eingeladen. DJ Mad präsentiert unter anderem Afrob und wird zudem selbst mit einem DJ-Set auftreten.

Kulturelle Highlights sind außerdem eine Lesung von Kai Maertens und Nils C. Freytag. Bei Workshops und einem Rap-Contest können die Besucher selbst aktiv werden.

„Getreu dem Motto ,Art Creates Water‘ transformieren wir Kunst in Wasser“, sagt Gallery-Kuratorin Anna Lafrentz. „Gleichzeitig inspirieren wir die Besucherinnen und Besucher mittels der universellen Sprachen Kunst, Musik und Sport zu gesellschaftlichem Engagement.“ Und etwas pathetisch lautet der Anspruch der Hamburger Macher: „Die Millerntor Gallery dient als Inspirationsquelle und setzt Impulse für eine Welt voller Freude, offener Arme und sauberem Wasser für alle.“

Die aufrüttelnde Zusatzinformation von „Viva con Agua“: Rund 768 Millionen Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Internet: http://millerntorgallery.org

LN

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