Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Kultur im Norden Mittelerde in der MuK
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Mittelerde in der MuK
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:44 11.01.2019
Billy Boyd (M.) alias Pippin moderiert und singt als Star des Abend in der monumentalen „Herr der Ringe“-Aufführung. Quelle: Foto: Olaf Malzahn
Lübeck

Eines der wuchtigsten Film-Epen unserer Tage kommt auch in der Konzertversion nicht bescheiden daher: Beinahe 100 Mitwirkende – Orchestermusiker, Chorsänger, Solisten – hat die Tourneeproduktion „Der Herr der Ringe & Der Hobbit“, die am Donnerstag in der MuK Station machte. Der Zuschauerraum des großen Konzertsaals war ebenfalls gut gefüllt: Bewunderer der weltberühmten Fantasy-Saga von J.R.R. Tolkien, Freunde symphonischer Klänge und Filmfans aller Altersgruppen wollten den grandiosen, Oscar-prämierten Soundtrack der Leinwand-Trilogien hören – und einen der Hauptdarsteller live erleben: Billy Boyd alias Pippin, Hobbit-Gefährte des Ringträgers Frodo, ist als Erzähler, Sänger und Musiker dabei und Star des Abends.

Überraschend tritt zu Beginn noch ein Kollege auf: Der 2015 verstorbene Christopher Lee, Kennern als Saruman, Zauberer und Helfer des Bösen bekannt, wünscht per Videobotschaft einen schönen Abend. Lacher im Publikum. Gleich danach herrscht Verwirrung bei der Aufforderung, sich zur „Nationalhymne von Mordor“ von den Sitzen zu erheben – die kommt im Original-Soundtrack des Komponisten Howard Shore nicht vor.

Auch Billy Boyd erlaubt sich kleine selbstironische Scherze („Frodo wurde begleitet von dem sehr gut aussehenden Pippin…“), während er auf Englisch die Handlung aus „Der Herr der Ringe“ in der denkbar kürzesten Fassung vorträgt.

Auf der Videoleinwand sind – nein, keine Filmausschnitte, sondern Zeichnungen von Tolkiens Fantasywelt Mittelerde zu sehen. Dass die illustrierten Szenen nicht immer mit den Musiktiteln übereinstimmen, die das „Staatliche Akademische Symphonie-Orchester der Republik Weißrussland“, „Chor und Philharmonie des Auenlandes“ sowie teilweise elbisch oder anders „mittelerdig“ kostümierte Solisten durchweg professionell und facettenreich zu Gehör bringen, ist nicht so wichtig. Das Gesamterlebnis stimmt – obwohl nach zwei Stunden noch so manche Lieblingsmusik fehlt: Aus der „Hobbit“-Trilogie kommt überhaupt nur ein einziges Stück vor, „The Last Goodbye“ aus dem Abspann des letzten Teils „Die Schlacht der Fünf Heere“. Gesungen wird es, auf der Bühne wie im Film, von Billy Boyd.

Sabine Spatzek

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Saxofon ist das Instrument des Jahres 2019. Die Schirmherrschaft übernimmt der preisgekrönte Saxofonist und Präsident der Musikhochschule Lübeck, Rico Gubler. Zu Ehren kommt das Saxofon bei Konzerten in Kiel, Lübeck, Flensburg, Heide, Rendsburg und auf Schloss Wotersen.

11.01.2019

„Dirty Dancing“ kommt vom 15. bis 20. Januar als Musical zurück ins Hamburger Mehr! Theater. 28 Darsteller tanzen zu Mambo, Merengue und kubanischen Rhythmen und verwandeln sich je nach Rolle in Animateure, Kellner oder Hotelgäste. Eine fantastische Show!

11.01.2019

Das Jubiläumsjahr beginnt mit einer Zeitreise: Intendant Michael P. Schulz blickt am Dienstag, 15. Januar, um 19.30 Uhr im Großen Saal der „Gemeinnützigen“auf „100 Jahre Operette – 25 Jahre Lübecker Sommeroperette“ zurück. Der Eintritt zu der Veranstaltung, bei der auch historische Video-Einspielungen gezeigt werden, ist frei.

11.01.2019