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Bob Dylan singt – und schweigt zum Nobelpreis

Las Vegas Bob Dylan singt – und schweigt zum Nobelpreis

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Bob Dylan arbeitet an seinem Mythos – durch Schweigen.

Quelle: dpa

Las Vegas. . Seine Kür zum Literaturnobelpreisträger lässt Bob Dylan offenbar ziemlich kalt: Bei einem Konzert in Las Vegas verlor der 75-Jährige am Donnerstagabend kein einziges Wort zu der prestigeträchtigsten Auszeichnung im weltweiten Literaturbetrieb, die ihm als erstem Musiker von der Schwedischen Akademie verliehen worden war.

Auch deren Versuche, ihm persönlich zu gratulieren, liefen ins Leere. Dylan ging bis Freitagmittag, 24 Stunden nach der Verkündung, nicht ans Telefon.

Rund 3000 Besucher kamen zu dem seit langem angesetzten Konzert. Zu Beginn äußerte sich Dylan nicht etwa zu seinem neuen Preis, sondern quetschte lediglich ein „Hello, Las Vegas“ hervor.

Dann spielte er ungerührt ein Stück nach dem anderen, hauptsächlich neue Titel. Das Publikum musste bis zur Zugabe warten, bevor der Klassiker „Blowin“ In The Wind„ erklang.

Nach 70 Minuten war Schluss, was der Begeisterung aber keinen Abbruch tat. Immer wieder erklangen Rufe wie „Wir lieben Dich, Bob“ oder „Du bist eine Legende“.

„Die Akademie hat mit dem Agenten von Dylan gesprochen und auch mit dem Verantwortlichen seiner Tournee“, sagte Akademie-Vertreter Odd Zschiedrich gestern. Aber es habe bisher keine Möglichkeit gegeben, mit dem Preisträger direkt zu sprechen.

Die Sängerin und Bürgerrechtlerin Joan Baez rühmte die Vergabe des Literaturnobelpreises an ihren früheren Lebensgefährten derweil als weiteren Schritt des Rockmusikers zur „

Unsterblichkeit“. „Der rebellische, zurückgezogene, unberechenbare Künstler/Komponist“ sei genau der richtige Empfänger der höchsten Literaturauszeichnung.

LN

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