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Brahms und sein großes Vorbild Haydn

Lübeck Brahms und sein großes Vorbild Haydn

Das Lübecker Brahms-Institut kooperiert wieder mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival.

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Der „Komponistenhimmel“ in der Zürcher Tonhalle (v. l.): Brahms, Beethoven, Wagner, Gluck, Haydn, Bach, Mozart und Händel.

Quelle: Brahms-Institut

Lübeck. Das Komponistenporträt des Schleswig-Holstein Musik Festivals ist in diesem Sommer Joseph Haydn (1732-1809) gewidmet. Wie in den vergangenen Jahren arbeitet das Brahms-Institut an der Musikhochschule wieder mit dem Festival zusammen: Morgen wird im Brahms-Institut eine Ausstellung zum Thema Brahms und Haydn eröffnet, am Sonnabend findet ein Symposium im Behnhaus unter dem Titel „Joseph Haydn im Wandel der Interpretationen“ statt.

Die Wohnung von Brahms in der Wiener Karlstraße war legendär. Wer ins Arbeitszimmer des Meisters wollte, musste das Schlafzimmer durchqueren. Dort über dem Kaminsims stand eine Haydn-Büste, über dem Bett hing ein Bild von Johann Sebastian Bach. „Wenn Brahms im Bett lag, schaute er auf Haydn“, sagt Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts und gemeinsam mit Stefan Weymar Kurator der Ausstellung. „Wir sind sehr froh, dass wir die Haydn-Büste aus Brahms’ Besitz in unserer Ausstellung zeigen können.“ Dazu kommen viele andere Ausstellungsstücke, die Brahms’ lebenslanges Interesse und seine große Bewunderung für Haydn dokumentieren. „Brahms hat Haydns Musik als 22-Jähriger kennengelernt und war sogleich fasziniert“, sagt Sandberger. Und so ist es auch keine Zufall, dass Brahms Variationen über ein Thema von Haydn schrieb – nicht wissend, dass das Thema überhaupt nicht von Haydn stammt. „Brahms hat auch als einer der ersten erkannt, wie viel Humor in Haydns Musik steckt“, sagt Sandberger weiter, dem auch die wissenschaftliche Leitung des Symposiums obliegt.

Das Symposium beschäftigt sich am Sonnabend mit dem Wandel des Haydn-Bildes. Schon bald nach seinem Tode wurde er als „Papa Haydn“ abgetan, seine wirkliche Größe erkannten erst wieder Komponisten wie Johannes Brahms.

Die Ausstellung wird morgen um 18 Uhr eröffnet.

Das Symposium findet am Sonnabend im Behnhaus von 10 bis 16 Uhr statt.

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