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Cherokee Jimmie Durham mit Kaiserring geehrt

Goslar Cherokee Jimmie Durham mit Kaiserring geehrt

. Der Künstler und Menschenrechtler Jimmie Durham hat den Kaiserring 2016 der Stadt Goslar erhalten.

Goslar. . Der Künstler und Menschenrechtler Jimmie Durham hat den Kaiserring 2016 der Stadt Goslar erhalten. Der 75 Jahre alte US-Amerikaner nahm die Ehrung gestern in der historischen Kaiserpfalz entgegen. Das vielschichtige Werk Durhams besteht aus Skulpturen, Installationen, Malerei, Zeichnungen, Performances, Videos und Fotografien. Es könne keiner künstlerischen Bewegung zugeordnet werden, schreibt die Jury in ihrer Begründung. Sein Œuvre sei vielgestaltig und resultiere oft aus dem Prozess der Zusammen- und Gegenüberstellung von Werkstoffen oder gefundenen Objekten.

 

LN-Bild

Der Kaiserring – ein schlichter Goldring mit dem Bildnis des am 11. November 1050 in Goslar geborenen Kaisers Heinrich IV. – gilt als einer der weltweit wichtigsten Preise für zeitgenössische Kunst. Frühere Träger der undotierten Auszeichnung sind Christo, Joseph Beuys, Max Ernst und Georg Baselitz.

Durham stammt aus dem Indianervolk der Cherokee. Er war zunächst Bildhauer, dann aber auch in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung aktiv. Er setzte sich unter anderem für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner ein. Nach einem Kunststudium in der Schweiz kehrte er zunächst in die USA zurück, wo er Mitbegründer und Vorsitzender des International Indian Treaty Council bei den Vereinten Nationen war. 1994 ließ er sich in Europa nieder, heute lebt er in Berlin. Seine Arbeiten werden weltweit in zahllosen Museen gezeigt.

Das Goslarer Mönchehausmuseum für moderne Kunst zeigt nun eine Werk-Auswahl Durhams. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Januar 2017 zu sehen.

LN

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