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Chronik der lutherischen Geistlichkeit

Lübeck Chronik der lutherischen Geistlichkeit

In den letzten drei Wochen der Alice-Teichert-Ausstellung in der Kunsthalle St. Annen ist eine besondere Kostbarkeit zu sehen. Das frisch restaurierte Lübecker Konkordienbuch von 1580 ist ein einzigartiger Schatz der Kirchen- und Stadtgeschichte, das den Krieg nur knapp überstand.

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Das Lübecker Konkordienbuch wurde am Palmsonntag 1942 stark beschädigt und jetzt aufwändig restauriert.

Quelle: Foto: Lutz Roessler

Lübeck. Im Konkordienbuch haben sich von 1580 bis 1967 alle Lübecker Pastoren sowie die Schul-Rektoren und die Lehrer der wichtigsten Schulen eingetragen. Mit ihrer Unterschrift bekräftigten sie, für die im ersten, gedruckten Teil des Buches eingelegten Lutherschen Bekenntnisschriften der evangelischen Kirche einzutreten. Das Konkordienbuch lag bei Kriegsbeginn in der Kapelle Maria am Stengel neben der Marienkirche. Wie die Ratskirche wurde auch die Kapelle beim Angriff am Palmsonntag 1942 von britischen Bomben getroffen, auch das Buch fing Feuer, konnte aber beschädigt gerettet werden.

In aufwändiger Restaurationsarbeit wurden jetzt die einzelnen Seiten des Buches mit Japanpapier unterlegt und ergänzt. Die Brandspuren sind dabei sichtbar geblieben. Die erheblichen Kosten für die Restaurierung übernahmen zum Teil die Landesregierung und das Landeskirchliche Archiv der Nordkirche.

„Das Konkordienbuch ist eine einzigartige Chronik der Lübecker protestantischen Kirche“, sagte gestern bei der Vorstellung des Bandes Pröpstin Petra Kallies. „Jeder lutherische Geistliche in der Hansestadt von 1580 bis 1967 hat sich in dieses Buch eingetragen, seit 1968 tragen sich die Geistlichen in einen Ergänzungsband ein.“ Museumsleiterin Dagmar Täube ist froh, diesen einzigartigen Schatz in der Ausstellung mit Bildern von Alice Teichert zeigen zu können: „Eine wunderbare Ergänzung der Schau.“ Fel

LN

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