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Kultur im Norden DER MODERNE MANN
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18:12 14.05.2016

Man muss sich nicht unbedingt passiv verhalten, wenn einem das ganz normale Leben allmählich über den Kopf wächst. Man kann zumindest noch versuchen, sich zu wehren. Also etwa wenn man in dem fortwährenden Chaos all der Termine förmlich untergeht, wenn man den eigenen Kalender mit wachsendem Grauen betrachtet, wenn die Tage nur noch aus Aufgaben zu bestehen scheinen und sogar Familiengespräche beim Frühstück plötzlich seltsam ähnlich wie Projektbesprechungen im Büro klingen, weil hier wie dort unbedingt etwas geschafft werden muss. Und das möglichst heute noch, versteht sich.

Meine Frau und ich haben uns deswegen jetzt intensiv mit Zeitmanagement befasst. Da war viel zu viel Hektik, Unklarheit und Durcheinander in unserem Terminkalender, das konnte so nicht mehr weitergehen. Außerdem hatte ich wirklich keine Zeit für überhaupt nichts mehr, was irgendwie nach Freizeit gerochen hätte, das war schon fortgeschritten schlimm.

Wir haben uns also hingesetzt und alles aufgeschrieben, was wir so im Laufe einer Woche erledigen müssen. Dann haben wir das sauber durchsortiert und kategorisiert. Wir haben uns auf Prioritäten geeinigt und sie den einzelnen Punkten zugewiesen. Wir haben alle Aufgaben, die wir jetzt natürlich modernisiert „Tasks“ nennen, sehr schick in feste Zeiten eingeteilt, die wir jetzt natürlich „Timeslots“ nennen. Und die haben wir dann auf bestimmte Wochentage gelegt und eindeutig zugeteilt: Das machst du, das mache ich, das macht der große Sohn, das der kleine Sohn.

Ein sehr durchdachtes Raster kam dabei heraus. Eine total klare Sache, wunderbar übersichtlich, mit einem wirklich beeindruckenden Ergebnis: Ich habe jetzt exakt genau so wenig Zeit wie vorher – aber das immerhin nach einem festen Plan. Toll!

LN

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