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DJ BoBo: Seit 25 Jahren auf der Bühne

Rust DJ BoBo: Seit 25 Jahren auf der Bühne

Schweizer Musiker feiert Jubiläum mit neuer Tour – Konzerte auch in Norddeutschland.

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Vom Bäcker zum Bühnenkünstler: DJ BoBo (49) brachte den Dancefloor in den 1990ern auf die Bühne.

Quelle: Foto: Dpa

Rust. Mit Eurodance, dem musikalischen Phänomen der 1990er Jahre, ist DJ BoBo auf die große Bühne gekommen. Der Schweizer landete als tanzender Sänger eingängige Hits und schaffte es in die Charts. Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen von damals ist der 49-Jährige noch heute in der Branche eine feste Größe. Dieses Jahr feiert er sein 25. Bühnenjubiläum.

„Es wird eine Zeitreise“, sagt der Musiker zu seiner aktuellen Tour: „Es ist aber mehr als nur ein musikalischer Rückblick.“ Die Hits von früher gehören zwar dazu, im Mittelpunkt stehen aber neue Songs, erzählt der Musiker und Vater von zwei Kindern. Für seine Familie, mit der er in der Schweiz am Vierwaldstättersee lebt, hat er sich zuletzt zwei Jahre Auszeit genommen.

DJ BoBo alias Peter René Baumann ist einer der wenigen Künstler des sogenannten Eurodance-Phänomens der 90er Jahre, die noch Lieder schreiben und mit ihren Konzerten große Hallen füllen.

Seinen ersten Hit hatte er 1992 mit „Somebody Dance With Me“. Es folgten weitere wie „There Is a Party“, „Let the Dream Come True“ oder „Love Is All Around“. Er ist seitdem so präsent wie selten zuvor. Seine musikalische Durststrecke, die er nach der Jahrtausendwende hatte, ist vergessen.

Sein Erfolgsrezept: „Wir haben damals, in der Hochphase des Eurodance, das Konzept weiterentwickelt für die Zukunft und uns nicht auf unseren Hits ausgeruht.“ Der Schwerpunkt liegt mittlerweile bei den aufwendig inszenierten Shows: Akrobaten und Spezialeffekte, ein gewaltiger Bühnenaufbau, Dancefloor und Tanznummern prägen das Bild. Die meisten Fans hat der Schweizer in Deutschland. Sein Heimatland hat DJ BoBo vor zehn Jahren beim Eurovision Song Contest vertreten. Er scheiterte bereits im Halbfinale.

DJ BoBo, dessen Künstlername seinem früheren Graffiti-Zeichen entspricht, arbeitet auch hinter der Bühne als Produzent. „Er hat ein Auge für Inszenierung und ein gutes Gefühl für die ganz große und zugleich passende Show“, sagt Schlagersängerin Andrea Berg, die seit Jahren auf den Schweizer setzt. Für sie entwickelt er Tourneen und Musik, Programme und Bühnenbilder. „Er ist der coolste Botschafter der Schweiz“, sagt etwa ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel. Fürs Geschäft sorgt der Musiker selbst: Er ist Chef seiner eigenen Firma und seines Plattenlabels. Mit seinem Ausbildungsberuf hat das alles wenig zu tun: Anfang der 80er Jahre machte er eine Lehre zum Bäcker und Konditor. „Ich war damals 15 und wusste nicht, was ich machen sollte.“ Spaß habe ihm der Beruf zwar nicht gemacht, aber dennoch sagt er: „Ich habe zwei Dinge gelernt damals: Disziplin und Durchbeißen.“

Tour-Daten: Schwerin (21. April), Kiel (7. Mai), Hamburg (12. Mai).

LN

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