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Kultur im Norden Das sind die preisverdächtigen Autoren
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20:26 13.03.2018

GEORG KLEIN: In „Miakro“ (Rowohlt) erzählt der 2000 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnete Autor aus Ostfriesland von einer scheinbar hermetisch geschlossenen Arbeitswelt. Darin arbeitet der Trupp des „mittleren Büros“ an Pulten aus „weichem Glas“ und wird von einer obskuren Nährsubstanz am Leben erhalten.

Büroleiter Nettler wagt mit drei Kollegen den Ausbruch.

Die Jury: „Georg Kleins phantastische Formkunst lässt Mensch und Technik ineinander morphen – eine glänzende Feier der Imagination.“

MATTHIAS SENKEL: In der Romangroteske „Dunkle Zahlen“ (Matthes & Seitz) des mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichneten Thüringers messen sich aufstrebende Mathematiker während der internationalen Programmierer-Spartakiade 1985 in Moskau in den Techniken der Zukunft. Architekten und Agenten, dichtende Maschinen und sogar Stalins leibhaftiger Schatten treffen aufeinander.

Die Jury: „Anarchisch, ironisch, eine sprachlich schillernde Hommage an den Unernst – ein wilder Ritt durch die Welt der Programmierer.“

ESTHER KINSKY: Ihre italienischen Reisen führen die Ich-Erzählerin in „Hain. Geländeroman“ (Suhrkamp) in abseitige Landstriche. Ihre

Geländeerkundungen sind Landschaftsmeditation, Kindheitserinnerungen und Trauerbewältigung gleichermaßen.

Die Jury: „Drei italienische Reisen zwischen Erinnerung und Gegenwart. Eine Trauernde durchquert Seelenlandschaften fernab der touristischen Pfade. Stille, fast übersinnlich präzise Beobachtungen, die ihre Tiefe ganz aus der Versenkung in die Oberfläche gewinnen.“

ANJA KAMPMANN: Die Hamburger Lyrikerin und Prosaautorin schickt in „Wie hoch die Wasser steigen“ (Carl Hanser Verlag) den Ölbohrarbeiter Wenzel Groszak auf eine Plattform mitten im Meer, wo er seinen Kollegen und einzigen Freund Matyás bei einem Unfall verliert. Wenzel reist nach Ungarn, um Matyás' Habseligkeiten zu dessen Familie zu bringen.

Die Jury: „Eindringlich und in konzentrierter poetischer Verdichtung erzählt Anja Kampmann von der Verlorenheit des Menschen in Zeiten der Globalisierung.“

ISABEL FARGO COLE: Die in New York aufgewachsene Amerikanerin lebt seit 1995 als Autorin und Übersetzerin in Berlin. Ihr Roman „Die grüne Grenze“ (Edition Nautilus) erzählt vom Leben eines jungen Paares 1973 im Sperrgebiet der DDR. Editha ist Bildhauerin, Thomas schreibt einen historischen Roman über die Grenze, der argwöhnisch beäugt wird.

Die Jury: „Isabel Fargo Coles großer Deutschlandroman lebt von seinen eigenwilligen und überraschenden Figuren und kommt ohne Nostalgie und auftrumpfende Geste aus.“

LN

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