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„Den Rhythmus spüren“, sagt Johannes Fischer

Lübeck „Den Rhythmus spüren“, sagt Johannes Fischer

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Prof. Johannes Fischer (34) unterrichtet an der Musikhochschule Lübeck Schlagzeug und ist als Solist und Kammermusiker auf internationalen Bühnen zu Gast. Die Wahlheimat des Schwaben und leidenschaftlichen Surfers ist seit 2008 der Norden — er lebt mit seiner Frau Nari in Hamburg.

Lübeck. S eit einiger Zeit bin ich total vom Surf-Virus infiziert. John John Florence , mit gerade mal 23 Jahren schon einer der weltbesten Surfer, hat jetzt seine Dokumentation „View from a Blue Moon“ veröffentlicht. Der Film begleitet ihn auf einer Reise um die Welt nach perfekten Wellen. Die Bilder sind einfach atemberaubend. Ich kann es kaum erwarten, wieder selber ins Wasser zu kommen. Schön ist, dass Nord- und Ostsee Möglichkeiten bieten, spontan und schnell aufs Brett zu steigen.

Alejandro González Iñárritu zählt zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren, und nach seinem furiosen letzten Film „Birdman“ bin ich sehr gespannt auf sein neuestes Werk „The Revenant“ , das am 6. Januar startet. Ein vermutlich ebenso poetischer wie rauher Western. Auch die Musik spielt in seinen Filmen immer eine große Rolle; dieses Mal stammt sie von dem Japaner Ryuichi Sakamoto und von Bryce Dessner aus New York. Einige befreundete Musikerkollegen waren an der Einspielung des Soundtracks beteiligt.Letztes Wochenende begleitete ich meine Frau in die Hamburger Deichtorhallen zur weltweit ersten Retrospektive der französischen Fotografin Sarah Moon .

Bekannt wurde sie zunächst mit Modefotografie, und ihre Bildsprache ist wirklich sehr besonders. Die oft unscharfen Bilder verschmelzen Realität und Phantasie in ausdrucksstarken Kompositionen.

An der Musikhochschule bereite ich gerade mit meinen Studenten ein Konzert für den 31. Januar vor. Auf dem Programm steht ein Meilenstein des Schlagzeugrepertoires: „Drumming“ von Steve Reich . Das von westafrikanischen Rhythmen inspirierte Werk für großes Schlagzeugensemble versetzt Hörer wie Spieler in einen einzigartigen Klangrausch. In den besten Momenten scheint die Zeit still zu stehen, gleichzeitig verzahnen sich die vorantreibenden Rhythmen zu meditativen Klangflächen. Für meine Studenten wird das eine faszinierende Erfahrung, und ich bin sehr glücklich, dass wir das Stück endlich einmal in seiner kompletten Länge in Lübeck präsentieren können!

LN

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