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Denkmäler im Landkreis öffnen ihre Türen

Grevesmühlen Denkmäler im Landkreis öffnen ihre Türen

Eröffnet wird der Tag unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ am Sonntag um 10 Uhr im Grevesmühlener Bahnhofsgebäude.

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Im Bahnhofsgebäude in Grevesmühlen wird der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag um 10 Uhr eröffnet.

Quelle: Michael Prochnow

Grevesmühlen. „Handwerk, Technik, Industrie“ ist das Thema des diesjährigen „Tages des offenen Denkmals“ am Sonntag, 13. September. Auch im Landkreis Nordwestmecklenburg werden mehrere Gebäude geöffnet haben. Die offizielle Eröffnungsveranstaltung ist am Bahnhof in Grevesmühlen.

Schon in den vergangenen Jahren hatte sich die ehemalige Kreisstadt immer wieder beim „Tag des offenen Denkmals“ eingebracht. Es gab jedes Mal ein reges Interesse, wenn Objekte besichtigt werden konnten. Diesmal liegt der Fokus auf den entstehenden Bürgerbahnhof sowie dem in unmittelbarer Nähe stehenden Wasserturm.

Eine breite Bürgerbeteiligung hatte es nach Darstellung von Bauamtsleiter Lars Prahler in der Vergangenheit in Bezug auf den Bahnhof gegeben. Viele Bürger wollten, dass der historische Charakter erhalten bleibt und es möglichst wenige Veränderungen gibt. Teilweise ist das bereits gelungen. Denn anhand alter Fotos konnten zum Beispiel die ursprünglichen Fenster- und Türformate wieder hergestellt werden.

Etwa 3,5 Millionen Euro wird der Umbau des Bahnhofsgebäudes kosten. Im Erdgeschoss sind ein Kiosk, ein Fahrkartenbereich, ein WC, ein Versammlungsraum und ein Cateringbereich für eine Schulküche geplant. Im ersten Obergeschoss werden das städtische Jugendzentrum und eine Musikschule untergebracht, in die Räumlichkeiten im zweiten Obergeschoss wird nach Darstellung von Lars Prahler wahrscheinlich eine familientherapeutische Einrichtung einziehen.

Am „Tag des offenen Denkmals“ werden nach der Eröffnung um 10 Uhr durch Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss Führungen durch das Erdgeschoss des Bahnhofsgebäudes angeboten. Auch der Architekt wird dabei sein, um Fragen der interessierten Besucher zu beantworten. Wer möchte, kann auch den nach dem Ersten Weltkrieg gebauten Wasserturm in der Jahnstraße besteigen. Zu bestaunen gibt es dort oben unter anderem die original eingebaute Kesselanlage.

Das Zeigen und der Erhalt alter Bausubstanz stehen nach Aussage von Petra Zecher, Fachdienstleiterin Bauordnung und Planung beim Landkreis Nordwestmecklenburg, im Mittelpunkt des Denkmaltages. Nicht nur in Grevesmühlen lohnt sich ein Besuch der Orte mit alter Bausubstanz bzw. technischen Geräten aus lange zurückliegenden Zeiten. So sind zum Beispiel die Besucher des Bechelsdorfer Schulzenhauses in Schönberg zu Schauvorführungen eingeladen. In Bad Kleinen gibt es am Sonntag im Uferweg immer zur vollen Stunde Führungen. Gezeigt werden unter anderem historische Ausstellungsstücke der Mühlenwerke. Außerdem gibt es einige Aktionsstände für Kinder. Dort haben sie zum Beispiel die Möglichkeit, aus Getreide selbst Teig herzustellen.

Weitere Orte, die am 13. September öffnen, sind neben den Kirchen im Landkreis unter anderem das 1731 gebaute Fachwerkhallenhaus in Blüssen, die Hofanlage (Alter Pferdestall) in Elmenhorst und das Schloss Bothmer in Klütz.

• www.tag-des-offenen-denkmals.de

Dirk Hoffmann

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