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„Der Faust“ zweimal für Hamburg

Hamburg/Leipzig „Der Faust“ zweimal für Hamburg

In Hamburg gibt es ausgezeichnetes Theater: Nun kommen zwei Stücke hinzu, die Inszenierungen am Thalia Theater und an der Hamburgischen Staatsoper wurden mit dem Preis „Der Faust“ geehrt. „Der Faust“ ist der bedeutendste Theaterpreis in Deutschland.

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Karin Neuhäuser bei der Preisverleihung in Leipzig.

Quelle: Foto: Imago

Hamburg/Leipzig. Gleich zwei Hamburger Inszenierungen sind beim diesjährigen Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet worden. Karin Neuhäuser wurde für ihre Darstellung im Doppel-Stück „Wut/Rage“

am Thalia Theater Hamburg geehrt. Geschrieben wurde das Stück von der österreichischen Schriftstellerin Elfriede Jelinek. Auch sie erhielt eine Auszeichnung, für ihr Lebenswerk. Neuhäuser dankte Jelinek bei der Verleihung und nannte sie „eine der schärfsten Denkerinnen, die wir im Theater haben“. Allerdings gab die 62-Jährige auch zu, es sei die Hölle gewesen, den „Wut“-Text zu lernen.

Der Schweizer Regisseur Christoph Marthaler erhielt den Preis in der Kategorie „Regie Musiktheater“ für seine Inszenierung „Lulu“ an der Hamburgischen Staatsoper. Er interpretierte das Opern-Torso von Alban Berg als surrealistisch verrätseltes Traumspiel. Staatsopernintendant Georges Delnon nahm den Preis stellvertretend für Marthaler entgegen. Alle Projekte des 66-Jährigen zeichneten sich durch seine enorme Musikalität und Fantasie aus, sagte Delnon.

Der undotierte Preis „Der Faust“ wird seit 2006 jährlich in mehreren Kategorien vergeben und geht an Kulturschaffende, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. Veranstalter sind der Deutsche Bühnenverein, die Bundesländer, die Kulturstiftung der Länder und die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste.

Deutschland gehört zu den größten und bedeutendsten Theaterländern der Welt. Über 5000 Inszenierungen sind in jeder Spielzeit allein auf den Bühnen der Stadttheater, Staatstheater und Landesbühnen zu sehen.

LN

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