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Kultur im Norden Der Fluch der bösen Fee
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18:10 15.02.2018
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Bei einem Fest am Königshof bringt die Fliederfee mit fünf anderen Feen der kleinen Aurora gute Gaben für ihren Lebensweg. Plötzlich erscheint die alte Fee Carabosse und spricht einen seltsamen Fluch aus. Diese Szene erinnert sehr an den Grimmschen Märchenklassiker „Dornröschen“.

Doch im Ballett trifft Dornröschen das Mädchen mit dem Schwefelhölzern, die Reiche und Schöne begegnet der Armen, das Strahlende der bitteren Realität. Diese Szene beschreibt die Dimension, die der Kieler Ballettchef Yaroslav Ivanenko seiner Inszenierung gegeben hat. Er verwebt das Grimmsche Märchen mit Hans Christian Andersens „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“, so wird die Geschichte vom Kampf des Bösen gegen das Gute in verschiedenen Ebenen erzählt, die auch ineinanderfließen.

Bereits vor drei Jahren brachte Ivanenko das Ballett im Kieler Opernhaus mit großem Erfolg auf die Bühne, damals noch als „Dornröschen“. In Lübeck heißt es die „Die schlafende Schöne“. „Ich finde, dass dieser Titel unsere Inszenierung besser beschreibt“, sagt er. Es ist die Übersetzung der französischen Version des Dornröschen- Stoffes, des Kunstmärchens „La Belle au Bois dormant“ von Charles Perrault (1697).

Außer dem Titel gibt es weitere Veränderungen in Lübeck. Weil die Bühnenabgänge seitenverkehrt sind, musste auch das Bühnenbild angepasst und spiegelverkehrt aufgebaut werden. Auch dramaturgisch habe er einige Veränderungen vorgenommen, sagt der Ballettchef. „Die Zeiten ändern sich, und man hat neue Ideen.“ Außerdem stehen andere Tänzer auf der Bühne als in Kiel.

Zehn Aufführungen sind in Lübeck bis Juli geplant. Seit Montag proben die Tänzerinnen und Tänzer im Großen Haus, auf der Bühne tanzen auch sechs Statisten und zwölf Kinder aus Lübeck. Wer bereits vor der Premiere einen Einblick in die Arbeit der Ballettcompany des Theater Kiel bekommen möchte, kann morgen um 10 Uhr zum öffentlichen Training in das Theater Lübeck kommen, der Eintritt beträgt fünf Euro. ph

Premiere morgen, 19.30 Uhr, Großes Haus. Vor jeder Vorstellung gibt es um 19 Uhr eine Einführung im Mittelrangfoyer

LN

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