Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Kultur im Norden Der Mensch und das Tier
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Der Mensch und das Tier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:18 02.11.2017

„Wir ernähren sie, pflegen sie und lieben sie“, sagt Museumsdirektorin Sabine Schulze. „Aber wir töten sie auch und essen sie auf.“ Die Exponate sind aus der Zeit von der Antike bis zur Gegenwart.

Bereits die ersten Künstler der Menschheit hätten Tiere gemalt und vermutlich hätten sie Tierblut verwendet. Ältestes Objekt ist ein Elch aus Bernstein aus der Zeit um 12000 v.Chr.. Eines der ersten Daguerreotypien aus der Zeit von 1850 bis 1865 zeigt den Hund „Ulla“. Aus dem Iran stammt ein Hirsch aus Bronze und aus China ein Hirsch aus Jade. Neben die antiken Schmuckstücke haben die Ausstellungsmacher den Bronze-Hund von Joseph Beuys (1948) platziert.

An keinem Tier aber habe sich die Menschheit so abgearbeitet wie am Affen, betont Museumsdirektorin Schulze. Der Filmausschnitt „King Kong“ zeigt das schreckeneinflößende, aber zugleich mitfühlende Ungeheuer. Vor allem die Erkenntnisse Darwins von der Entwicklung des Menschen habe die Frage aufgeworfen, so Schulze, „wo hört das Tier au,f und wo fängt der Mensch an“.

Die Ausstellung will nach den Worten Schulzes unterschiedliche Zugänge zum Thema ermöglichen. Eine Fotowand zeigt Orte der Lebensmittelherstellung vom Mastbetrieb über Bärchen-Wurst bis zur Eierproduktion. Eine barocke Terrine als Wildschwein- Kopf verweist auf die Entwicklung, Fleisch nur noch zubereitet am Tisch zu servieren – und in der Spiegel-Kantine wird der Zeichentrickfilm „Animal’s Farm“

gezeigt.

Die Ausstellung im MKG ist bis zum 4. März 2018 zu sehen.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Moin.“ „Moin.“ Moin? Das klingt etwas seltsam in einem Kino. Aber es ist Filmfestival, was will man machen. Da hat man nur fünf Tage Zeit, da müssen etwa zweihundert Filme reinpassen, und dann fängt man halt sehr zeitig an. Hat also alles seine Richtigkeit mit „Moin“.

02.11.2017

Es gab auch in Hamburg einst eine „Chinatown“: auf St. Pauli, rund um die Schmuckstraße. Chinesen, die zumeist als Seeleute nach Hamburg gekommen waren, betrieben Restaurants, Lebensmittelläden und Wäschereien. In diesem Milieu spielt der Film „Tian“ von Damian Schipporeit.

02.11.2017

Der Filmemacher Karsten Wiesel wanderte die deutsch-dänische Grenze entlang und nahm 8000 Fotos auf.

02.11.2017
Anzeige