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Der Mensch und das Tier

Der Mensch und das Tier

Hamburg. Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) widmet sich in einer neuen Ausstellung dem Tier. Rund 200 Gemälde, Skulpturen, Fotos und Videos inspirieren die Besucher, das Verhältnis des Menschen zum Tier zu überdenken.

„Wir ernähren sie, pflegen sie und lieben sie“, sagt Museumsdirektorin Sabine Schulze. „Aber wir töten sie auch und essen sie auf.“ Die Exponate sind aus der Zeit von der Antike bis zur Gegenwart.

Bereits die ersten Künstler der Menschheit hätten Tiere gemalt und vermutlich hätten sie Tierblut verwendet. Ältestes Objekt ist ein Elch aus Bernstein aus der Zeit um 12000 v.Chr.. Eines der ersten Daguerreotypien aus der Zeit von 1850 bis 1865 zeigt den Hund „Ulla“. Aus dem Iran stammt ein Hirsch aus Bronze und aus China ein Hirsch aus Jade. Neben die antiken Schmuckstücke haben die Ausstellungsmacher den Bronze-Hund von Joseph Beuys (1948) platziert.

An keinem Tier aber habe sich die Menschheit so abgearbeitet wie am Affen, betont Museumsdirektorin Schulze. Der Filmausschnitt „King Kong“ zeigt das schreckeneinflößende, aber zugleich mitfühlende Ungeheuer. Vor allem die Erkenntnisse Darwins von der Entwicklung des Menschen habe die Frage aufgeworfen, so Schulze, „wo hört das Tier au,f und wo fängt der Mensch an“.

Die Ausstellung will nach den Worten Schulzes unterschiedliche Zugänge zum Thema ermöglichen. Eine Fotowand zeigt Orte der Lebensmittelherstellung vom Mastbetrieb über Bärchen-Wurst bis zur Eierproduktion. Eine barocke Terrine als Wildschwein- Kopf verweist auf die Entwicklung, Fleisch nur noch zubereitet am Tisch zu servieren – und in der Spiegel-Kantine wird der Zeichentrickfilm „Animal’s Farm“

gezeigt.

Die Ausstellung im MKG ist bis zum 4. März 2018 zu sehen.

LN

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