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„Der bewegte Mann“ singt jetzt auch

Hamburg „Der bewegte Mann“ singt jetzt auch

Der erfolgreichste Realfilm in deutschen Kinos hieß im Jahr 1994 „Forest Gump“, sein Oscar-prämierter Star war Tom Hanks.

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Unter Schwulen: Mark Weigel (l.) und Jan Kersjes im Musical.

Hamburg. Der erfolgreichste Realfilm in deutschen Kinos hieß im Jahr 1994 „Forest Gump“, sein Oscar-prämierter Star war Tom Hanks. Doch gleich hinter diesem Blockbuster gab es einen Kinoerfolg aus heimischer Produktion: „Der bewegte Mann“ von Sönke Wortmann mit Till Schweiger, Katja Riemann und Joachim Król. Es regnete im Jahr darauf Filmpreise auf die Komödie und ihre Darsteller.

Die Geschichte kommt nun als Musical auf die Bühne, natürlich in der deutschen Musikalienhauptstadt Hamburg. Komponist und Texter Christian Gundlach hat den Stoff bearbeitet, dem ein Comic von Ralf König zugrunde liegt. Wie der attraktive, seiner Freundin Doro chronisch untreue Hetero- Mann Axel unter die Schwulen gerät und am Schluss doch glücklicher Vater wird, das wurde im Film ironisch überspitzt mit allen möglichen Gags und Stereotypen durchexerziert.

Die Film-Szene, in der die Riemann-Doro ihren Schweiger- Axel auf der Toilette mit einer anderen Frau erwischt, ist im Musical allerdings nicht zu sehen. Gundlach geht seinen eigenen König-Pfad, er beruft sich auf die Comics, die in den 1980er Jahren wichtiger Teil der schwulen Subkultur waren und zur Emanzipation der Szene beitrugen. Er will „kein homosexuelles Panoptikum skurriler Typen“

zeigen. Die Botschaft ist laut Regisseur Harald Weiler vielmehr: „Sex ist einfach, Liebe ist schwierig.“ Und Gundlach versichert, er habe „ohrwurmverdächtige Songs“ für das Projekt geschrieben.

„Der bewegte Mann“ ist der Auftakt zum „Thalia-Sommer“ und zu einer Kooperation: Das Altonaer Theater produziert das Musical, das Thalia- Theater bietet die Bühne.

Uraufführung: morgen, 20 Uhr, Thalia-Theater Hamburg

mib

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