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Kultur im Norden Der neue „Mister Tagesthemen“
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18:16 20.04.2016
ARD-Mann Ingo Zamperoni (41).

Neues, „altes“ Gesicht bei den ARD-„Tagesthemen“: Auslandskorrespondent Ingo Zamperoni wird einer der beiden Hauptmoderatoren der „Tagesthemen“. Der 41-Jährige wird im Oktober die Nachfolge von Thomas Roth antreten, der in den Ruhestand geht. Das beschlossen die Intendanten der ARD-Landesrundfunkanstalten gestern bei ihrer Sitzung in Potsdam.

Zamperoni wird die „Tagesthemen“ künftig im Wechsel mit Caren Miosga moderieren.

Zurzeit ist Zamperoni noch ARD-Fernsehkorrespondent in Washington. Bevor er im Februar 2014 in die USA wechselte, war Ingo Zamperoni bereits seit 2012 fester Vertreter für die „Tagesthemen“-Moderatoren Caren Miosga und Tom Buhrow. „Das wird ein Wechsel von einem Traumjob zum anderen“, sagte Zamperoni gestern. NDR-Intendant Lutz Marmor lobte Zamperoni als „exzellenten Moderator“, der in Washington seine Reporterqualitäten bewiesen habe. Das Publikum kenne und schätze Zamperoni. Zamperonis Rückkehr zu ARD-aktuell muss noch der NDR-Verwaltungsrat zustimmen.

Zamperoni wurde am 3. Mai 1974 in Wiesbaden geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er bis 1999 Amerikanistik, Jura und Geschichte in Konstanz, Berlin und Boston. Er war Volontär beim NDR und arbeitete ab 2002 als Reporter und Autor für den NDR in Hamburg. Von 2005 an moderierte Zamperoni NDR-Fernsehsendungen wie „Hallo Niedersachsen“ und das Auslandsmagazin „Weltbilder“ und vertrat schon damals Korrespondentenkollegen in Washington und London.

Für Gesprächsstoff sorgte der Sohn eines deutschen Vaters und einer italienischen Mutter 2012 in der Halbzeitsendung des Halbfinalspiels der Fußball-EM Deutschland gegen Italien. Zu dem Zeitpunkt lag Deutschland 0:2 zurück. Damals verabschiedete er die Zuschauer mit einem Lächeln und einem Zitat des italienischen Renaissance-Dichters Dante. Er sagte auf Italienisch und Deutsch: „Che vinca il migliore — möge der Bessere gewinnen.“ Deutschland verlor 1:2. Das löste einige Diskussionen aus. Auch sein Vollbart, den sich Zamperoni nach einem Urlaub für einige Wochen stehen ließ, sorgte für einige Debatten.

LN

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