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Kultur im Norden Des Regenten Leiden an Lust und Begierde
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19:12 13.05.2016

Man kennt Arthur Honegger vor allem als Komponisten ernster Werke, etwa des Oratoriums „Johanna auf dem Scheiterhaufen“. Honegger hat aber auch drei Operetten geschrieben, darunter „Die Abenteuer des Königs Pausole“, uraufgeführt 1930. Als Koproduktion von Musikhochschule und Theater hat das Werk am 20. Mai Premiere in den Kammerspielen, Regie führt Michael Wallner (Foto).

„Es ist eine Farce, absurdes Theater, eigentlich künstlerisch überaus wertvoller Quatsch“, sagt Wallner über die Abenteuer des seltsamen Königs. Der ist Herrscher eines fiktiven Reiches und mit 366 Frauen verheiratet, für jeden Tag eine (inklusive Schalttagen). Pausole wird das alles zuviel, und als seine Tochter durchbrennt, geht er auf Reisen, um sie zu suchen. Die Ehefrauen rebellieren daraufhin, aber ein fescher Page bringt alles wieder ins Lot. Wallner: „Es ist eine Satire auf die wilden 1920er Jahre, auf die Freizügigkeit, auf das Tempo, auf die neue Ungezwungenheit nach den furchtbaren Jahren des Weltkrieges. Für uns war die Probenarbeit eine große Gaudi, weil das Stück so absurd ist, dass es Spaß macht.“

Die Ehefrauen des überforderten Königs lässt er als Bond-Girls auftreten. „Aber nicht als Tussis oder dumme Blondchen. Sie sind sehr selbstbewusst, die eine Nacht, die sie pro Jahr mit dem König verbringen müssen, nehmen sie in Kauf für ihre angenehmen Lebensbedingungen.“ Da der Autor der Romanvorlage, Pierre Louÿs, einer der begabtesten Pornografen Frankreichs des frühen 20. Jahrhunderts war, steht allerhand Sinnlich-Komisches ins Haus.

Dies wird vorerst die letzte Koproduktion von Theater und Hochschule sein. „Wir werden zunächst andere Formen der Zusammenarbeit erproben“, sagte Hochschul-Präsident Rico Gubler. „Aber diese Kooperation hat sich bewährt.“ Fel

Premiere am 20. Mai um 20 Uhr.

LN

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