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Die „Blechtrommel“ im Bilde

Lübeck Die „Blechtrommel“ im Bilde

Sonderedition einer Zeichnung von Grass zu seinem ersten Roman.

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Andreas Nathusius, Jörg-Philipp Thomsa und Hilke Ohsoling (v. l.) mit der Zeichnung, die jetzt als Offset-Lithografie erscheint.

Quelle: Lutz Roeßler

Lübeck. Am 1. Oktober hat am Theater Lübeck Peter Schanz’ Bühnenfassung von Günter Grass’ Debütroman „Die Blechtrommel“ Premiere. Aus diesem Anlass gibt das Günter-Grass-Haus eine besondere Zeichnung des Nobelpreisträgers heraus. Sie zeigt den Trommler Oskar und den von Grass geschriebenen Anfang des Romans. Durch die Genehmigung der Günter und Ute Grass-Stiftung ist diese Edition möglich geworden. Die Edition ist auf 300 Blätter beschränkt, die ab Sonntag im Shop des Grass-Hauses zu haben sind und die pro Stück 176 Euro kosten. Der Erlös kommt dem Freundeskreis des Museums zugute.

„Günter Grass hat Motive für seine Lithografien oft mehrmals gezeichnet“, sagt Hilke Ohsoling, langjährige Sekretärin von Grass. „Dieses Blatt ist gegenüber der Lithografie, die zur ,Aussteuer‘ des Grass-Hauses gehörte, leicht verändert.“ Geschrieben und gezeichnet wurde sie in Spiegelschrift auf Umdruckpapier, von dem die Zeichnung dann auf den Lithostein übertragen werden sollte. Das war in diesem Falle technisch nicht möglich, der Meisterdrucker Christian Müller aus Würzbach hat deshalb Offset-Lithografien auf hochwertigem Papier hergestellt. Die Drucke sind nummeriert und mit einem Nachlass-Stempel signiert.

„Die ,Blechtrommel‘-Inszenierung am Thalia Theater in Hamburg war der letzte öffentliche Auftritt von Grass vor seinem Tode“, erinnert sich Jörg-Philipp Thomsa, Direktor des Grass-Hauses. „Deshalb erschien es uns angemessen, dieses Motiv aus Anlass der Lübecker Inszenierung herauszugeben.“

Der in Lübeck bestens bekannte Andreas Nathusius inszeniert „Die Blechtrommel“. Und er geht in seiner Regiearbeit vor allem einer Frage nach: Wer ist Oskar? Nathusius: „Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, Oskar ist nicht nur einer, er ist viele. Deshalb lassen wir den Oskar auch von mehreren Personen spielen.“

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