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Die Elbphilharmoniker mit „Grieg und Frieden“

Lübeck Die Elbphilharmoniker mit „Grieg und Frieden“

Nikolai Tokarev spielt das Klavierkonzert a-Moll.

Lübeck. Im achten NDR-Sinfoniekonzert der Saison in der MuK stehen Werke von Edvard Grieg (1843-1907) und Sergej Prokofjew (1891-1953) auf dem Programm. Es dirigiert Michal Nesterowic, Solist am Klavier ist Nikolai Tokarev.

Ein anrollender Paukenwirbel – und alle Welt weiß, welches Stück jetzt beginnt. Edvard Griegs Klavierkonzert a-Moll op. 16 ist neben seinen „Peer Gynt“-Suiten wohl das berühmteste Werk des Norwegers.

Nach dem originellen Startschuss entfaltet sich eine mal schwelgerische, mal pathetische, dann wieder tänzerisch verspielte und folkloristisch inspirierte Musik. „Einem nordischen Feengesang gleich"

spielt Tokarev laut „Fono Forum" den zweiten Satz, und das Finale sei „selten so arabeskenhaft, mal kobold-huschend, mal versponnen spielend" wie unter seinen Händen zu hören („Rondo"). Für seine Einspielung des Konzertes erntete Nikolai Tokarev begeisterte Kritiken. Jetzt debütiert der Moskauer Shootingstar damit beim NDR Elbphilharmonie Orchester. Es sei zweitrangig, welches Stück dieser Ausnahmepianist spiele, schreibt die „Süddeutsche Zeitung".

Nach der Pause dirigiert Michal Nesterowic dann Sergej Prokofjews Fünfte Sinfonie. Gewidmet ist sie dem „Triumph des menschlichen Geistes" – ein propagandistischer Titel zu Zeiten allgegenwärtiger Vaterlandsbegeisterung oder die Formulierung einer Utopie? Schicksalsträchtig jedenfalls war ihre Uraufführung am 13. Januar 1945 kurz nach dem Sieg der Roten Armee an der Weichsel. „Wie viel Bedeutsames und Symbolhaftes kam da zu Wort", erinnert sich Swjatoslaw Richter.

Das Konzert beginnt am Freitag, 27. Mai, um 19.30 Uhr.

LN

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