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Die Frau an Luthers Seite

Lübeck Die Frau an Luthers Seite

In diesem Jahr werden Martin Luther und 500 Jahre Reformation gefeiert. Zwei Aspekte geraten dabei trotz neuester Biografien und Erkenntnisse zur Randnotiz: der Blick auf Katharina von Bora, Luthers Ehefrau, und – ebenso spannend – sein Verhältnis zur Musik.

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Spielen Werke aus Luthers Zeit sowie Improvisationen: die Lübecker Organisten Marion Krall und Lars Schwarze.

Quelle: Foto: Humbert

Lübeck. Eine Veranstaltung von music@cetera, einer interdisziplinären Lübecker Konzertreihe will das ändern. Unter dem Motto „Der Glaube sieht mit dem Gehör“ gibt es ein spannungsreiches Wechselspiel von Wort und Ton, von Texten und imposanter Orgelmusik. Der Schauspieler Volker Hanisch, bekannt als Sprecher in Funk und Fernsehen, und die Kulturwissenschaftlerin Mechtild Hobl-Friedrich, Initiatorin der Kulturstiftung Itzehoe, werden aus Briefen Luthers an seine Frau Katharina und mehr lesen.

Sie erhellen, welchen Anteil Luthers Ehefrau und die Mutter der gemeinsamen sechs Kinder als Managerin und Netzwerkerin – so wäre ihre heutige Berufsbezeichnung – an der Karriere des Reformators hatte. Die bekannte Devise: „Hinter jedem tüchtigen Mann steht eine tüchtige Frau“, gilt auch für Martin Luther. Denn ohne seine lebenspraktische, umsichtige Gattin – sie wurde später die Lutherin genannt – hätte er seinen Weg wohl kaum so erfolgreich beschreiten können.

Mit 26 Jahren heiratete die sächsische Adelige und Ordensschwester Katharina von Bora den von ihr verehrten älteren Mann. Luther war zu dem Zeitpunkt 42 Jahre alt und Theologieprofessor in Wittenberg. Sein Wirken und seine Schriften hatten die junge Nonne zur Flucht aus dem Kloster bewegt. Am 13. Juni 1525 wurde das ungleiche Paar von Johannes Bugenhagen im Schwarzen Kloster in Wittenberg getraut.

Die Organisten Marion Krall (Kompositionen) und Lars Schwarze (Improvisationen), Studierende der Musikhochschule Lübeck, stellen zum Leben Luthers eine Korrelation zu seiner Beschäftigung mit der Musik her. Sie spielen Werke seiner Zeitgenossen – von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy – sowie moderne Improvisationen.

Die Veranstaltung von music@cetera findet am Sonntag, 5. November, ab 17 Uhr in der Schlutuper Fischerkirche St. Andreas statt. Karten sind an Lübecker Vorverkaufsstellen erhältlich, ferner über das Internet www-luebeck-ticket.de oder im Kirchenbüro sowie an der der Tageskasse von music@cetera. Der Eintritt beträgt 20 Euro, SchülerInnen und Studierende zahlen zehn Euro.

Dorothea KurzKohnert

LN

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