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Die Freifrau feiert die Fünfzig

Hamburg Die Freifrau feiert die Fünfzig

Vicky Leandros gastiert anlässlich ihres 50. Bühnenjubiläums in Lübeck.

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Vicky Leandros (63).

Quelle: dpa

Hamburg. Mit ihrer Debutsingle „Messer Gabel Schere Licht“ trat sie im zarten Alter von 13 Jahren mit Unterstützung ihres Vaters Leo Leandros zum ersten Mal in der NDR-Unterhaltungssendung „Aktuelle Schaubude“ auf — vor 50 Jahren. Das halbe Jahrhundert Bühnenpräsenz sieht man Vassiliki Papathanasiou alias Vicky Leandros wahrlich nicht an. Die gertenschlanke Griechin hatte zuletzt auf der Beerdigung von Guido Westerwelle mit einer umgetexteten Version ihres Hits „Ich liebe das Leben“ für Gänsehaut gesorgt. Ihre Tournee zum Bühnenjubiläum („Das Leben und ich“) führt sie am Sonntag auch in die Musik- und Kongresshalle Lübeck. Sie wird nicht nur die Hits ihrer Karriere zum Besten geben, sondern will, unterstützt durch Filmeinblendungen, auch Anekdoten aus ihrem Leben erzählen. Geprobt wird derzeit in einem umgebauten Kuhstall auf Gut Basthorst nahe Trittau. Hier hatte die Sängerin zwei Jahrzehnte lang an der Seite ihres damaligen Gatten Freiherr Enno von Ruffin residiert. Inzwischen lebt sie allein in Hamburg.

Beachtliche 36 Singles konnte die griechische Freifrau von Ruffin bislang in den bundesdeutschen Singlecharts platzieren, heimste über 80 mal Gold und Platin ein. Damit gehört Leandros, die sich zwischen 2006 und 2008 als Stadträtin für Kultur in Piräus versuchte, zu den erfolgreichsten Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum.

Der Gassenhauer „Theo, wir fahrn nach Lodz“ (Leandros war nie dort und hielt das Lied zunächst für eine Zumutung) oder die Ballade „Aprés toi“ sind längst zu Evergreens geworden. Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie ein Album mit eigenen Liedern — Titel: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ —, auf dem sie Anschluss an die deutschsprachige Popmusik suchte.

Vicky Leandros: „Das Leben und ich“, So., 14. Mai, MuK Lübeck, 19 Uhr

Von Alexander Bösch

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