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Kultur im Norden Einstimmung auf die Zeit der Stille
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17:54 03.12.2018
Mit nordischen Chorsätzen und stimmungsvollen Klängen von Komponisten wie Sibelius, Rutter, Gorecki, Händel begeisterte die Singakademie. Quelle: hfr
Lübeck

„Die Weihnachtszeit aus der Stille erleben“ stand wie ein Motto über dem Abend in der Propsteikirche Herz Jesu an der Lübecker Parade. Die „Nordische Weihnacht“ mit der Lübecker Singakademie unter der Leitung von Gabriele Pott wurde zu einem Chorkonzert, bei dem man Einkehr halten und sich in die Weihnachtszeit einschwingen konnte. In der voll besetzten Kirche setzten die drei Solisten Andrea Stadel (Sopran), Tim Stolte (Bass-Bariton) und Joachim Pfeiffer weitere Glanzpunkte. Souverän und dezent begleitet wurden Chor und Solisten von Andrej Naumovich an Klavier und Orgel.

Das Konzert begann mit Gesang a cappella. Die skandinavischen Weihnachtslieder standen unter dem Begriff „Nordische Weite“ und strahlten genau das aus – Stille, Besinnlichkeit, Ruhe.Um das Weihnachtswunder ging es auch bei Johannes Brahms: In der streng komponierten Motette „O Heiland reiß die Himmel auf“ zeigte Gabriele Pott die Stimmführung sehr akkurat auf und der Chor setzte ihre Vorgaben gut um. Kurz vor der Pause steigerte sich das musikalische Geschehen: Tim Stolte sang mit großer innerer Beteiligung „Er segne euch“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Es folgten a cappella der Chor mit Mendelssohns „Jauchzet dem Herrn“ (100. Psalm) und die Sopranistin Andrea Stadel mit einem sternklaren „Ave Maria“ von Cesar Franck.

Nach der Pause steigerte sich das Konzert akustisch noch weiter: Jetzt spielte die Trompete als weihnachtliches Instrument all ihr Strahlen aus. Joachim Pfeiffer brillierte solistisch in Händels Concerto g-Moll, aber auch zusammen mit Chor, Sopran und Bass. Sanctus, Benedictus, Agnus Dei und Gloria von John Rutter brachten große Klänge und lange dynamische Bögen ins Kircheninnere. Mit „Hört der Engel helle Lieder“, dessen Refrain das Publikum mitsang, endete das offizielle Programm. Zwei Zugaben zum Mitsingen kamen bestens an: „Joy to the World“ und „Adeste fideles“. Großer Applaus beendete ein liebevoll gestaltetes und mitreißend ausgeführtes Konzert.

Cornelia Schoof

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