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„Die Nase ins Buch stecken“, sagt Martin Gries

Lübeck „Die Nase ins Buch stecken“, sagt Martin Gries

D er Januar steht bei uns Bücherpiraten im Zeichen der Jugendbuchtage, die in diesem Jahr vom 21. bis zum 26. Januar stattfinden. Im zehnten Jahr lautet das Motto „Was aus uns geworden ist“.

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Martin Gries hat 2003 zusammen mit seiner Frau Lenara Sanders das erste Kinderliteraturfestival in Lübeck initiiert, aus dem die „Bücherpiraten“ hervorgegangen sind. Der Medienpädagoge ist pädagogischer Leiter des Kinderliteraturhauses in der Fleischhauerstraße 71.

Lübeck. D er Januar steht bei uns Bücherpiraten im Zeichen der Jugendbuchtage, die in diesem Jahr vom 21. bis zum 26. Januar stattfinden. Im zehnten Jahr lautet das Motto „Was aus uns geworden ist“. Die Organisatoren im Alter von 12 bis 18 loten die Tiefen von Schuldgefühlen, Lebenswünschen und gesellschaftlichen Entwicklungen aus. „So lange wir lügen“ von E.

Lockhart eröffnet die Jugendbuchtage. Wenn mich jemand fragt, welches Jugendbuch er in diesem Jahr lesen soll, wenn er nur Zeit für ein einziges hat, würde ich genau dieses empfehlen. Es ist vielschichtig, berührend und in einer Sprache geschrieben, die einen nicht kalt lässt. Nur einen Tag später, am 22. Januar, wird bei den Jugendbuchtagen der Lübecker U-20-Stadtmeister im Poetry-Slam gekürt. Das Rennen ist völlig offen. Sechs jugendliche „Slämmerlämmer“ haben noch Chancen, ihr Ticket zur Deutschen Meisterschaft zu lösen. Einen Auftritt der letztjährigen Gewinnerin Maria Odoevskaya kann man im Wolkenkuckucksheim.tv sehen — der Lübecker Wundertüte für angewandte Popkultur.

Unser Ferienworkshop „Sauerkrautpoeten und Straßenpoesie“ hat mich dazu gebracht, mir den Bildband „Wrinkles of the City“ von JR und José Parlá anzusehen. JRs überdimensionale Schwarz-WeißPortraits und José Parlás abstrakte Kalligrafie in den Fast-Ruinen von Havanna lenken mich ohne Umwege zu den Biografien der porträtierten Bewohner der Stadt mit allen ihren Runzeln und Falten.

Als nächstes werde ich „Die Interessanten“ von Meg Wolitzer lesen. Die jugendlichen Redakteure der „Blauen Seite“, der Internet—Zeitung der Bücherpiraten, haben sie interviewt. Ihre Figuren fragen sich mit 50 Jahren, welches Leben sie leben wollten und welches sie wirklich leben. Auch in diesem Roman für Erwachsene geht es also um das Thema „Was aus uns geworden ist“.

LN

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