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Die Natur im Spiegel der Musik

Lübeck Die Natur im Spiegel der Musik

Naturschilderungen von Finnland bis Frankreich bescherte das NDR Sinfonieorchester beim ersten Saisonkonzert in der MuK. Ungewöhnlich war dabei der Beginn.

Lübeck. Naturschilderungen von Finnland bis Frankreich bescherte das NDR Sinfonieorchester beim ersten Saisonkonzert in der MuK. Ungewöhnlich war dabei der Beginn.

Bevor der Dirigent aufs Podium im Foyer eilte, dankte Geschäftsführerin Ilona Jarabek dem Publikum und dem Orchester für das Verständnis, im Provisorium sitzen zu müssen.

Salonen setzt sich vehement für zeitgenössische Musik ein. „Eleven Gates“ nennt sich ein knapp zehn Jahre altes Werk von Anders Hillborg (Jahrgang 1954). Die elf Tore führen in unterschiedlicher Länge (24 Sekunden bis knapp vier Minuten) in divergierende Welten. Ätherisch flirren die Streicher, meckernd quäken die Bläser, sanft halten Celesta und Vibraphon Zwiesprache, dröhnend laden Bongos und Congas zum Fest: Hillborg schuf musikalisch scharf definierte Bilder, die Salonen souverän ausdeutete. Die kurze letzte Sinfonie von Jean Sibelius schloss sich vor der Pause an. Salonen modellierte mit dem präzise mitgehenden Orchester die langsamen Eckteile ebenso überzeugend heraus wie die packenden Attacken.

Eine Augenweide schon ist die amerikanische Sopranistin J'nai Bridges. Sie bescherte dem Publikum „Drei Poeme“, die Maurice Ravel unter dem Titel „Scheherazade“ zusammengestellt hat. Obwohl J'nai Bridges im Mezzofach zuhause ist, machte ihr die Höhe keine Schwierigkeit. Die Stimme blühte auf, ließ keine Wünsche offen. Zum Ausklang noch ein Franzose, Claude Debussy mit seinen sinfonischen Skizzen "La Mer". Dieses Meer gestaltete Esa-Pekka Salonen zu einer aufregenden Seereise. kd

LN

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