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Kultur im Norden Die Rückkehr der Edith Piaf
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18:12 04.03.2016
Vasiliki Roussi singt Edith Piaf.

Das Lübecker Publikum kennt sie als vielseitige Darstellerin. In „Pinocchio“, dem Weihnachtsmärchen dieses Winters am Theater Lübeck, spielte Vasiliki Roussi die Hauptrolle. Derzeit steht sie in Pit Holzwarths Hommage an den kanadischen Sänger und Schriftsteller Leonard Cohen auf der Bühne. Am engsten verbunden aber ist ihr Name mit Edith Piaf. Holzwarths Stück über die französische Chansonsängerin, 2012 am Theater Lübeck uraufgeführt, gehört zu den ganz großen Erfolgen am Theater Lübeck. Nun kehrt die Hauptdarstellerin mit einer konzertanten Fassung zurück.

Als Vasiliki Roussi in Lübeck die Rolle der Edith Piaf (1915-1963) übernahm, bedeutete dies für sie harte Arbeit. Die Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin, 1970 in Griechenland geboren, studierte die französischen Liedtexte ein, bis es so klang, als wäre Französisch ihre Muttersprache. Außerdem übte sie, die Konsonanten zu rollen wie die Piaf und zu phrasieren wie sie. Inzwischen ist sie zur Expertin für Piaf-Interpretationen geworden.

Bei einem Festival in Wien und im vergangenen Sommer beim Schleswig-Holstein Musik Festival präsentierte sie ein Piaf-Programm. In dem Ballett des Thüringischen Staatsballetts „Piaf — La Vie en Rose“

von Silvana Schröder in Gera gibt es wegen der Zerrissenheit der Sängerin eine doppelte Piaf: die Chansonsängerin als Ballerina und als öffentliche Person, letztere verkörpert von Vasiliki Roussi.

Zweieinhalb Stunden steht sie auf der Bühne. Roussi sei viel mehr als eine Piaf-Inkarnation, schrieb die Leipziger Volkszeitung nach der Premiere. Sie habe „die Töne des historischen Vorbilds in der Kehle und im Verstand“. In Stuttgart wird Roussi bald ebenfalls als Piaf auf der Bühne stehen.

Und nun wieder Lübeck. Der Abend mit dem Titel „Piaf in Concert“ ist eine konzertante Fassung der Inszenierung von Holzwarths „Edith Piaf“ — „eine kleine Reise durch ihr Leben“, sagt Vasiliki Roussi.

Sie ist die Erzählerin, und sie wird die ganz großen Hits vortragen wie „Milord“ oder „Je ne regrette rien“, außerdem zwei Chansons, um die das Programm erweitert wurde: „Hymne à l‘amour“ und „Mon manège à moi“.

Die Geschichte der Edith Piaf, die aus der Gosse kam und zum Weltstar wurde, sei so facettenreich, dass sie immer wieder anders erzählt werden könne und erzählt werde, sagt Roussi. Deshalb bleibe sie spannend. liz

„Piaf in Concert“, Vasiliki Roussi und Band, 9. März um 19.30 Uhr, 19. Juni um 18 Uhr im Großen Haus des Theaters Lübeck. Karten: 24,50 (19,50) Euro.

LN

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