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Die Suche nach dem Stein der Weisen

Lübeck Die Suche nach dem Stein der Weisen

Andreas Eschbach ist einer der bekanntesten deutschen Autoren von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen. Viele seiner Bücher sind Bestseller geworden, „Das Jesus-Video“ oder „Ein König für Deutschland“.

Lübeck. Andreas Eschbach ist einer der bekanntesten deutschen Autoren von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen. Viele seiner Bücher sind Bestseller geworden, „Das Jesus-Video“ oder „Ein König für Deutschland“. In seinem neuen Buch „Teufelsgold“ hat sich Eschbach auf die Suche nach dem Stein der Weisen begeben – eine schwierige und außerdem spannende Suche.

 

LN-Bild

Autor An- dreas Eschbach (56).

Das Thema ist nicht neu, Generationen von Autoren haben sich dem Stein der Weisen gewidmet. Und Generationen von Alchemisten haben versucht, sich des Steins zu bemächtigen, um aus Blei und Quecksilber Gold herstellen zu können. Eine weitere Eigenschaft des Steins blieb dabei fast unberücksichtigt: Mit dem Stein der Weisen soll man eine dem Paradies gleiche Existenzebene erreichen und unsterblich werden.

Eschbach bastelt all diese Elemente in „Teufelsgold“ geschickt wie immer zusammen. Vordergründig geht es um einen Bankangestellten, der in Zürich ein Seminar abhalten soll und bei einem Antiquar ein Buch klaut, das ihn fasziniert. Es ist die Geschichte eines Alchemisten, der vor 800 Jahren tatsächlich den Stein der Weisen gefunden haben soll. Nun hat der Banker seinen Weg gefunden, er macht sich selbstständig und nennt seine Seminare „Alchemie des Reichtums“. So weit, so konventionell. Aber jetzt kommt der entscheidende Dreh der Story: Echte Alchemisten werden auf den Seminar-Unternehmer aufmerksam. Und die schrecken vor fast nichts zurück, um an den Stein zu kommen.

In Wirklichkeit geht es den Suchenden aber nicht um Gold und Reichtum, sondern um Unsterblichkeit und ewiges paradiesisches Leben. Dem hat sich, wie sich im Verlauf herausstellt, ein britischer Alchemist bereits angenähert. 800 Jahre ist er mittlerweile alt, sieht auch nicht mehr besonders gut aus – aber er weiß, wie man mit dem Stein, der in dieser Geschichte wirklich existiert, umgehen muss, um im Paradies zu landen. Der Banker schließt sich den Alchemisten um den Uralten zunächst an, im letzten Moment wagt er den Absprung – und erlebt eine gigantische Explosion aus der Ferne mit.

Eschbachs Roman ist eine interessante Neuinterpretation dieses bekannten Stoffes. Hier ist der Stein der Weisen ein hochradioaktiver Meteorit. Wie Eschbach die Jagd nach dem Stein und die Charaktere der Jäger schildert, ist gelungen. Nicht nur für Fans eine spannende Lektüre.

„Teufelsgold“ von Andreas Eschbach. Bastei Lübbe, 511 Seiten, 22,90 Euro.

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