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Kultur im Norden Die Walzer-Klänge des Präsidenten
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19:12 29.04.2016

Beim Kammerkonzert des Brahms-Festivals — Titel: „Metamorphosen“ — durfte man auf eine Komposition von Rico Gubler gespannt sein. Gubler, Präsident der Musikhochschule, gab vor dem Konzert im Großen Saal noch an, Lampenfieber zu haben. Doch als dann ein Studentenquartett, angeführt von der famosen Geigerin Hildegard Niebuhr, entspannt sein „En bref“

(kurz gesagt) für Violine, Klarinette, Saxofon und Klavier anstimmte, entspannten sich seine Züge. Da waren Glissandi, Flageoletts, auch Cluster und Geräusche zu vernehmen, die gelegentlich ein paar Walzertakte antäuschten. Oder alpenländische Folklore. Zu früh gefreut — das Hummtata zerfiel gleich wieder. Doch die scheinbare Unordnung stellte sich als präzise organisierte, ironiedurchtränkte kleine Suite heraus.

„Metamorphosen“ bezog sich an diesem Abend nicht nur auf die am Ende präsentierte gleichnamige Komposition von Richard Strauss, sondern auch darauf, dass ältere Klänge in neue verwandelt wurden.

Erfrischend deshalb, dass auf Gubler das folgte, was er paraphrasiert hatte: „Steyrische Tänze“ des österreichischen Walzer-Vizekönigs Joseph Lanner.

Von mib

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