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Kultur im Norden Die freie Natur macht Kinder stark
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19:15 03.11.2017
Meikeminne Clinckspoor beantwortet Fragen zu ihrem Spielfilmdebüt „Cloudboy“. Quelle: Foto: Malzahn
Lübeck

Franziska Kremser-Klinkertz, Leiterin der Sektion Kinder- und Jugendfilm bei den Filmtagen, übersetzte diese für die Niederländerin ins Englische: „Wie kamen Sie auf die Idee zu dem Film?“ „Waren die Tiere echt?“ „Was war beim Drehen am schwierigsten?“

Die Wissbegier war groß und die 33-jährige Filmemacherin überglücklich. Denn von der Idee bis zum Start der Dreharbeiten von „Cloudboy“ hat es acht Jahre gedauert. Die Geldgeber waren skeptisch, ob dieser Film, der die Notwendigkeit von Naturerlebnissen für eine gesunde Entwicklung von Kindern in den Vordergrund stellt – so das Postulat von Meikeminne Clinckspoor –, zünden würde. Die in Amsterdam lebende Regisseurin hat sich dem Kinderfilm mit Leib und Seele verschrieben. In „Cloudboy“ zeigt sie mit gigantischen Landschafts- und Tieraufnahmen, wie sich ein Junge den Herausforderungen der Natur stellt und dabei Grenzen überwindet.

Das Spielfilmdebüt von Meikeminne Clinckspoor, eine belgisch, niederländische, schwedische und norwegische Koproduktion, kam nicht nur bei den Kleinen, sondern auch bei den Großen bestens an. Im Anschluss an den Film diskutierten die Teilnehmer des medienpädagogischen Begleitseminars, veranstaltet vom Bundesverband Jugend und Film, mit der Regisseurin. Die Veranstaltung leitete Eckhard Pabst ein. Der Medienwissenschaftler von der Uni Kiel machte einen Ausflug in die Kunstgeschichte und referierte über „Städte – Berge – Wolken. Naturräume in „Cloudboy.“ Katharina Krüger vom Landesverband Jugend & Film Schleswig-Holstein moderierte nicht nur perfekt, sondern hielt dabei das viereinhalb Monate alte Baby der Regisseurin im Arm: Ciró Mowgli gab nicht den leisesten Mucks von sich.

Dorothea Kurz-Kohnert

LN

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