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Dresdner Sinfoniker spielen gegen Mauern

Dresden/Tijuana Dresdner Sinfoniker spielen gegen Mauern

. Ein spektakuläres Happening an der Grenze zwischen den USA und Mexiko soll am 3. Juni ein Signal gegen Abgrenzung, Fanatismus und Nationalismus setzen.

Dresden/Tijuana. . Ein spektakuläres Happening an der Grenze zwischen den USA und Mexiko soll am 3. Juni ein Signal gegen Abgrenzung, Fanatismus und Nationalismus setzen. Dann rufen die international besetzten Dresdner Sinfoniker, ein führendes Orchester für zeitgenössische Musik, Künstler aller Länder dazu auf, entlang der 3200 Kilometer langen Grenzlinie Stellung zu beziehen – im doppelten Sinne des Wortes. Die Dresdner wollen das im „Friendship Park“ an der Grenze der beiden Städte Tijuana und San Diego tun. Ihr Musikprogramm enthält neben bekannten Popsongs auch eigens für diese Aktion komponierte Stücke.

„Die Dresdner Sinfoniker rufen alle Menschen auf, die ein Signal gegen Abgrenzung, Fanatismus und Nationalismus setzen wollen, zeitgleich weitere Konzerte, Kunstaktionen oder Performances an der mexikanisch-amerikanischen Mauer zu initiieren“, sagt Sinfoniker-Intendant Markus Rindt. Das Datum der Aktion ist bewusst gewählt. Im Juni vor 30 Jahren hatte US-Präsident Ronald Reagan nahe der Berliner Mauer einen geschichtsträchtigen Satz gesprochen: „Mister Gorbachev, tear down this wall!“ (Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer ein“).

Zweieinhalb Jahre danach wurde aus der Aufforderung Wirklichkeit.

Wenn es nach den Sinfonikern und Gleichgesinnten geht, soll die von US-Präsident Donald Trump geplante Mauer an der Grenze von Mexiko und den USA gar nicht erst entstehen. Mit ihrer Aktion haben sie aber nicht nur den Grenzwall im Blick. „Es geht uns auch um die Abschottung Europas – um die Mauer in den Köpfen der Menschen“, erläutert Rindt. Mit der Teilnahme am Projekt „Tear Down This Wall!“ könnten alle Beteiligten ein Zeichen für Weltoffenheit setzen: „Mit der verbindenden Kraft der Musik und anderer Künste bezeugen sie, dass es kein bestes Land, bestes Geschlecht, keine beste Religion oder beste Hautfarbe gibt.“ Die Sinfoniker möchten dabei als Impulsgeber wirken. Die Aktion selbst soll ausschließlich über die Crowdfundingplattform www.kickstarter.com finanziert werden.

LN

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