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Edgar Selge Schauspieler des Jahres

Berlin/Hamburg Edgar Selge Schauspieler des Jahres

Für seinen fulminanten Monolog in „Unterwerfung“ nach dem umstrittenen Roman von Michel Houellebecq am Hamburger Schauspielhaus ist Edgar Selge zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt worden.

Berlin/Hamburg. Für seinen fulminanten Monolog in „Unterwerfung“ nach dem umstrittenen Roman von Michel Houellebecq am Hamburger Schauspielhaus ist Edgar Selge zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt worden. In der traditionellen Umfrage der Zeitschrift „Theater heute“ gaben sieben von insgesamt 43 Kritikern dem 68-Jährigen ihre Stimme. „Edgar hat diese Würdigung mehr als verdient. Er füllt die Rolle des François grandios aus – für mich ist er die absolute Idealbesetzung“, sagte Schuspielhaus-Intendantin und Regisseurin Karin Beier. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, denn gerade diese Arbeit liegt mir besonders am Herzen“, erklärte Selge.

Seit der Premiere im Februar 2016 stand Edgar Selge in „Unterwerfung“ bereits 30 Mal vor ausverkauftem Haus auf der Bühne. Wegen der großen Nachfrage hatte das Deutsche Schauspielhaus sogar Stehplätze eingeführt und damit die Platzkapazität des mit 1200 Sitzplätzen noch immer größten Sprechtheaters um 20 Plätze erhöht. Theaterkritiker hatten die Soloperformance von Edgar Selge als „Theaterereignis der Saison“ bezeichnet.

Zur Darstellerin des Jahres wählten die Kritiker die 44-jährige Burgschauspielerin Caroline Peters, bekannt auch aus der Fernsehserie „Mord mit Aussicht“, für ihre Rolle als Ella Rentheim in „John Gabriel Borkman“. Diese Neuinterpretation des Ibsen-Stücks unter der Regie von Shootingstar Simon Stone, eine Koproduktion von Wiener Burgtheater und Schauspiel Basel, wurde Inszenierung des Jahres.

Die Volksbühne und das Maxim Gorki Theater sind gleichauf zum Theater das Jahres gewählt worden. Die Kür der Volksbühne dürfte vor allem eine Hommage an den langjährigen Intendanten Frank Castorf sein, der sein Amt 2017 an den belgischen Museumsmanager Chris Dercon abgibt. Mit dem Gorki Theater wurde der völkerverbindende Ansatz geehrt, den Shermin Langhoff und Jens Hillje dort seit drei Jahren verfolgen.

LN

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