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Ehre für Handschrift von Bach

Bonn/Berlin Ehre für Handschrift von Bach

Das Manuskript der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach ist zum UnescoWeltdokumentenerbe ernannt worden. Barbara SchneiderKempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, nahm gestern in Berlin eine entsprechende Urkunde entgegen.

Bonn/Berlin. Die h-Moll-Messe spiele damit in einer ganz besonderen Liga, sagte der Vorsitzende des deutschen Nominierungskomitees für das Unesco-Weltdokumentenerbe, Joachim-Felix Leonhard. Sie stehe in einem weltweiten Register neben der Göttinger Gutenberg-Bibel, den Archiven des Warschauer Ghettos und den Kolonialarchiven Benins, Senegals und Tansanias.

Das Manuskript der h-Moll-Messe verfasste Bach (1685-1750) kurz vor seinem Tod. Die Komposition, eine Missa solemnis mit 18 Chorsätzen und neun Arien, ist im BachWerkeverzeichnis unter der Nummer BWV 232 zu finden.

Nach Bachs Tod gelangte das Autograph über mehrere Stationen 1861 in die Königliche Bibliothek, die heutige Staatsbibliothek zu Berlin, wo sich damals bereits zahlreiche Bach-Autographen befanden.

Heute sind das etwa 80 Prozent aller erhaltenen Originalschriften von Bach. Die einzige vollständige Partitur aus Bachs Lebzeiten ist mit Tinte auf Papier verfasst, er verwendete 99 Blätter und vier Titelblätter. Die Entscheidung, das Originalmanuskript als Welterbe zu würdigen, fiel bereits im Jahr 2015.

LN

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