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Ehre und Kritik beim Echo Jazz

Hamburg Ehre und Kritik beim Echo Jazz

Die Jazz-Szene ehrt ihre Besten – und einen ganz besonders: Klaus Doldinger erhielt am Donnerstagabend bei der Verleihung des Echo Jazz in Hamburg einen Preis für sein Lebenswerk.

Hamburg. Die Jazz-Szene ehrt ihre Besten – und einen ganz besonders: Klaus Doldinger erhielt am Donnerstagabend bei der Verleihung des Echo Jazz in Hamburg einen Preis für sein Lebenswerk. Als die Gäste nach einer Laudatio von Max Mutzke jubelten und sich erhoben, gestand der 81-Jährige: „Ich bin etwas aufgeregt.“

Zu den Preisträgern gehörte neben der aus Brunsbek im Kreis Stormarn stammenden Bassistin und Komponistin Eva Kruse auch die als Newcomerin geehrte Anna-Lena Schnabel. Die Flötistin, Altsaxofonistin und Komponistin ist in diesem Jahr zudem Trägerin des JazzAwards der Investitionsbank Schleswig-Holstein. Den Preis erhält sie während der Jazz Baltica in drei Wochen, wo die 27-Jährige auch spielen wird.

Die Echo-Gala fand in einer Werfthalle von Blohm + Voss im Hamburger Hafen statt und wurde von Götz Alsmann und dem Posaunisten Nils Landgren moderiert. Auszeichnungen gab es in 19 Kategorien, dazu zwei Sonderpreise. Zur besten Sängerin national wurde Lucia Cadotsch gekürt, die Siegerin des internationalen Pendants, Norah Jones, tourt gerade durch ihre US-Heimat. Auch Künstler wie Michael Wollny, Joachim Kühn, Diego Piñera, Lars Danielsson und Émile Parisien holten ihre Trophäen persönlich ab.

In die Feierstimmung mischten sich auch kritische Töne. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, verwies auf die jüngste Studie zu Lebens- und Arbeitsbedingungen der Jazz-Musiker in Deutschland: „Die Mehrheit der Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker erreicht kein existenzsicherndes Einkommen.“

Den Echo Jazz vergibt die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie. Hamburg, wo gestern auch das Elbjazz-Festival startete, war zum fünften Mal Schauplatz.

LN

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