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Ein Afrikaner ist Favorit

Stockholm Ein Afrikaner ist Favorit

Heute wird verkündet, wer den Literaturnobelpreis 2016 bekommt.

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Der Kenianer Wa Thiong’o (78), Autor von „Herr der Krähen“.

Stockholm. . Die große Geheimniskrämerei hat heute um 14 Uhr ein Ende, dann löst eine schwedische Jury auf, wer den diesjährigen Literaturnobelpreis bekommt. Rund 220 Kandidaten sind für die prestigeträchtige, mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 830000 Euro) dotierte Auszeichnung vorgeschlagen. Doch nur fünf Autoren schaffen es jedes Jahr in die engere Auswahl der Schwedischen Akademie.

2015 ging der Preis an die große Favoritin Swetlana Alexijewitsch aus Weißrussland. In diesem Jahr drucksen Literaturexperten dagegen auf die Frage, wer den Nobelpreis bekommen könnte, arg herum. Für die Tipper steht dagegen fest: Der Kenianer Ngugi Wa Thiong’o („Herr der Krähen“) ist der heißeste Anwärter auf die Auszeichnung.

Bei dem britischen Wettanbieter Ladbrokes stehen mit dem Japaner Haruki Murakami („Kafka am Strand“), dem syrischen Dichter Adonis und dem US-Amerikaner Philip Roth lauter ewige Favoriten auf dem Zettel. Einziger Geheimtipp ist der Norweger Jon Fosse, der erst seit wenigen Jahren auf der Liste oben mitspielt. „Er wird seit einiger Zeit genannt, ich denke, er könnte ein Kandidat sein“, sagt sein Verleger Stephen Farran-Lee. „Das Problem ist, dass die Akademie es schon seit vielen Jahren eher vermeidet, einem nordischen Schriftsteller den Preis zu geben.“

Auch der Koreaner Ko Un war zuletzt in der Liste der möglichen Preisträger aufgerückt. Auf ihn setzt die Literaturkritikerin Maria Schottenius. Doch auch der somalische Autor Nurrudin Farah könnte laut der Schwedin Chancen haben. Für einen Afrikaner sprechen zwei Dinge: Erstens ist Jury-Mitglied Per Wästberg ein Liebhaber afrikanischer Literatur, zweitens liegt der letzte Nobelpreis für einen Schriftsteller von dem Kontinent schon 13 Jahre zurück. Verliehen wird der Preis am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel.

LN

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