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Ein erfülltes Leben voller Tanz

Lübeck Ein erfülltes Leben voller Tanz

Der Theatermann David Winer-Mozes ist mit 73 Jahren gestorben.

Lübeck. „Eines kann ich sagen: Ich habe ein wunderbares Leben gehabt.“ Das ließ David Winer-Mozes noch vor wenigen Wochen die LN wissen. Damals war der ehemalige Tänzer und bis dahin immer noch der Bühne verbundene Darsteller vom Theater Lübeck verabschiedet worden. Nun ist er im Alter von 73 Jahren gestorben.

Als stets präsenter Hilfsteufel war der tanzende David Winer-Mozes in der Oper „La Damnation de Faust“ von Hector Berlioz zu sehen, dann noch als Statist in Giacomo Puccinis „Tosca“. Weitere Auftritte waren ihm wegen seiner Krebserkrankung nicht mehr möglich.

Geboren wurde Winer-Mozes in Israel, in einem kleinen Ort in der Nähe von Tel Aviv. Mit 18 Jahren tanzte er bereits an der Staatsoper Tel Aviv, auch wenn er selbst noch Zweifel hatte an seinen Ballett-Fähigkeiten. In Hamburg setzte er seine Ausbildung fort, trat im Operettenhaus an der Reeperbahn auf und lernte für seine weitere Karriere die drei wichtigsten Eigenschaften des Künstlers:

„Disziplin, Disziplin und nochmals Disziplin.“

1976 kam er mit Frau und seinen beiden Kindern nach Lübeck, bis 1986 verstärkte er das damals an der Beckergrube noch existierende Ballett auch als Solo-Tänzer. Einen autobiografischen Tanzabend konnte er in Lübeck als Darsteller und Choreograf vor zwei Jahren realisieren: „Davids Traum“ war ein elegisches Stück, in dem ein alter Mann zurück auf sein erfülltes Leben schaut und tänzerisch seine Memoiren wiedergibt.

LN

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