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Kultur im Norden Ein super Sommer für Theater open air
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20:10 28.07.2018

Die Ränge der meisten Theater-Open-Airs in Mecklenburg- Vorpommern sind deutlich besser gefüllt als im vergangenen Jahr. „Wenn es so weitergeht, schaffen wir 65000 Besucher“, sagt der Intendant des Piraten-Open-Airs in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg), Peter Venzmer. Das wäre Rekord für das Action-Theater, dessen jährlich neue Geschichten in der Karibik um das Jahr 1700 angesiedelt sind. Die diesjährige Episode heißt „Spanish Cuba“.

In Grevesmühlen kämpfen die „Piraten“: Dustin Semmelrogge (l.) und Mark Zabinski. Quelle: Foto: Lilienthal

Allerdings sei die Hitze auch eine Belastung für die Darsteller, die in teils schweren Kostümen stecken. „Wenn wir bei der Sonntagnachmittagvorstellung bei 30 Grad und mehr spielen, ist das schon eine Herausforderung“, sagte Venzmer. Das Unterhaltungsstück läuft noch bis zum 8. September.

Bei den Open-Airs der Vorpommerschen Landesbühne Anklam – das Flaggschiff sind die Vineta-Festspiele – liegt die Besucherzahl bisher 15 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie Sprecherin Martina Krüger sagt: „Wir lieben das Wetter.“ Die Zuschauer seien entspannt und gut gelaunt. Auch komme das neue Vineta-Stück mit dem neuen Bühnenbild und den sehr märchenhaften Kostümen sehr gut an.

Bei der Müritz-Saga in Waren ist Intendant Nils Düwell zur Halbzeit optimistisch, in diesem Jahr die schon lange angepeilte Marke von 20 000 Zuschauern zu knacken. „Dieses Jahr sind die Bedingungen für alle, die Open Air machen, einfach gut“, sagt er. Hitzeprobleme hätten seine Darsteller nicht. „Wir spielen am Abend, am Tag können sie an der Müritz liegen.“ Das Ensemble entführt die Zuschauer in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in diesem Jahr heißt die Episode „Im Bann des Hexenjägers“. Gespielt wird bis zum 25. August.

Auch bei den Störtebeker-Festspielen hofft man in der 26. Saison auf einen besseren Verlauf als im vergangenen Jahr. Das Stück „Ruf der Freiheit“ ist der erste Teil eines fünfteiligen Zyklus’ um die Abenteuer des Piraten. Das Theaterspektakel mit 140 Mitwirkenden, 30 Pferden und vier auf dem Bodden kreuzenden Koggen wird bis zum 8. September 66 Mal aufgeführt.

In Schwerin gingen gestern Abend die Schlossfestspiele mit der letzten Aufführung der Puccini-Oper „Tosca“ zu Ende. Die Inszenierung fand viel Anerkennung beim Publikum, konnte aber die geschäftlichen Erwartungen nicht erfüllen. Es kamen weniger als die erhofften 30 000 Besucher. Im kommenden Jahr will das Staatstheater statt italienischer Oper das Musical „Anatevka“ auf dem Alten Garten zwischen Schloss, Theater und Staatlichem Museum spielen. Vom Wechsel des Genres erhoffen sich die Macher neue Impulse für das Publikum.

LN

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