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Eine Trompeterin, kein Glamourgirl

Lübeck Eine Trompeterin, kein Glamourgirl

Alison Balsom tritt morgen in der Lübecker MuK auf.

Lübeck. In den Musikschulen, unter den Bläsern der Musikvereine und auch an Musikhochschulen sieht man immer mehr junge Frauen und Mädchen, die Trompete spielen. Doch im Spitzensport der Virtuosen kommen nur wenige an. Genauer gesagt: Es gibt im internationalen Konzertbetrieb genau zwei Trompeterinnen. Die Norwegerin Tine Thing Helseth (38) sagt, ihr Lieblingskonzert aus der dünnen Klassik-Literatur für ihr Instrument sei Haydns Es-Dur- Standardwerk. Die ein Jahr jüngere Britin Alison Balsom sagt dasselbe.

 

LN-Bild

Solistin Alison Balsom (37).

Quelle: Chris Dunlop

Balsom, Schülerin von Håkan Hardenberger, führt morgen diesen Favoriten in Lübeck auf, begleitet von der NDR-Radiophilharmonie unter Leitung ihres Chefdirigenten Andrew Manze.

Balsom gehört in England zu den populärsten Klassik-Musikern und wurde dort wiederholt zum „Female Artist of the Year“ gekürt. Dabei spielt auch eine unübersehbare äußere Attraktivität eine Rolle.

„Ich bin kein Glamourgirl, das Trompete spielt, sondern eine Trompeterin, die auch hübsch gekleidet zu sein hat“, erklärte Balsom dem Opernmagazin „Concerti“. Sie schmettert auf ihrem Instrument nicht so dominant wie viele männliche Kollegen, ihr Ton ist lyrisch-weich und beweglich, auch das trägt zu ihrer Popularität bei.

Auf dem Programm stehen morgen in der Lübecker MuK auch Joseph Haydns Sinfonie g-Moll (Hob. I:39), Bachs Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ und Mozarts „Jupiter“-Sinfonie.

mib

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