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Eine lange Nacht soll an Günter Grass erinnern

Lübeck Eine lange Nacht soll an Günter Grass erinnern

Das dem vor einem Jahr gestorbenen Nobelpreisträger gewidmete Haus bietet Weggefährten eine Bühne — Auch Danzig gedenkt.

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Günter Grass starb vor einem Jahr im Alter von 87 Jahren.

Quelle: dpa

Lübeck. Mit einer langen Nacht der Erinnerungen und der Lesungen begeht das Günter-Grass-Haus heute ab 18.30 Uhr den ersten Todestag des Literaturnobelpreisträgers.

„Weggefährten von Günter Grass erinnern sich“ ist das Motto der Veranstaltung, an der unter anderem Andreas Hutzel, Hanjo Kesting, Karin Kiwus, Jörg-Dieter Kogel, Martin Kölbel, Gerhard Köpf, Benjamin Lebert, Christof Siemes und Maria Sommer teilnehmen. Kartenreservierung unter (0451)1224230 oder per Mail an shop@buddenbrookhaus.de.

Die lange Nacht für Grass ist der erste Teil der Erinnerungsveranstaltungen zum ersten Todestag. Künftig soll jedes Jahr mit einem ähnlichen Abend an Grass erinnert werden, sagte gestern Jörg-Philipp Thomsa, Leiter des Grass-Hauses. Am Sonntag um 11 Uhr beginnt im Theater Lübeck eine Matinee mit Günter „Baby“ Sommer und Nora Gomringer. Sommer, der oft gemeinsam mit Grass aufgetreten ist, hat „Grimms Wörter“, Grass‘ Liebeserklärung an die deutsche Sprache, vertont. Er führt die Fassung mit der Dichterin und Rezitatorin Nora Gomringer auf. Grass selbst hatte die Textfassung noch gemeinsam mit Sommer für die Bühne vorbereitet. Herausgekommen ist dabei ein Bühnenprogramm von 70 Minuten, in denen Erinnerungen ohne Pathos, aber mit Pauken im Mittelpunkt stehen (Eintritt 12/9 Euro).

Ein Jahr nach dem Tod von Grass ehrt auch seine Geburtsstadt Danzig (Gdansk) ihren Ehrenbürger mit einer Ausstellung. In der Städtischen Günter-Grass-Galerie werden von heute an Zeichnungen, Skulpturen und Grafiken von Grass ausgestellt, teilte Kuratorin Marta Wroblewska mit. Ergänzt wird die Grass-Schau mit Werken von zwölf Danziger Künstlern.

LN

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