Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 0 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Elton Johns wundervoll verrückte Nacht

Lübeck Elton Johns wundervoll verrückte Nacht

Dass er in ein paar Wochen seinen 69. Geburtstag feiert, bremst Elton John kein bisschen.

Voriger Artikel
„Das muss man alles aufführen“
Nächster Artikel
In Mühlen Eichsen und Gägelow sind die Narren los

Elton John bei seinem Auftritt im Juli 2014 in der Kieler Sparkassen-Arena beim Schleswig-Holstein Musik Festival.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Lübeck. Dass er in ein paar Wochen seinen 69. Geburtstag feiert, bremst Elton John kein bisschen. Der Engländer wirbelt durchs Leben, ob er nun mit Russlands Präsident Wladimir Putin über Rechte von Schwulen und Lesben debattiert, den DJ in Apples Radio Beats 1 gibt oder — Berichten zufolge — mit Lady Gaga an neuen Songs arbeitet. Für „Elton & Band“ sind in diesem Jahr schon mehr als 50 Konzerte angekündigt.

Lady Gaga ist bekanntlich Taufpatin im Hause John, zwei Söhne und einen Ehemann hat der Popstar schließlich auch. Und sein neues Album „Wonderful Crazy Night“, das am Freitag erscheint, heißt nicht nur wie eine verrückte Nacht, es klingt auch ein bisschen so. Gleich die erste Nummer, Namensgeber „Wonderful Crazy Night“, ist eine sprudelnde fröhliche Tanznummer, die auch in den 70ern nicht fehl am Platz geklungen hätte. Wie immer sind musikalisch die Klavierarrangements am interessantesten. Zum Feuerzeug- oder heute Handy-Schwenken ist eigentlich nur „A Good Heart“

dabei, dafür mit fast fünf Minuten das längste der zehn Stücke.

Als wolle John sagen, dass es darum aber diesmal nicht gehe, setzt gleich danach die E-Gitarre ein, und es wird wieder rock'n'rollig. Selbst vorn auf dem Album sieht der Sänger aus, als lasse er sich vor einer Farbexplosion zu den gerade schwungvollen Schlagzeug-Beats gehen und falle dem Betrachter gleich um den Hals.

„Wonderful Crazy Night ist ein Beispiel für die Energie, die ich gerade in meinem Leben habe, für die ich sehr dankbar bin“, sagte Elton John. „Ich will mich nicht in Nostalgie suhlen.“

Leisten könnte er es sich ja eigentlich. Nach unzähligen Charthits und Platin-Platten, einem Oscar für „Can You Feel The Love Tonight“, Musicalerfolgen, diversen Grammys und nicht zuletzt einem Ritterschlag muss John wahrlich nichts mehr beweisen.

Vorgänger „The Diving Board“ (2013) klang anders, melancholischer. Diesmal habe er zu seinem Texter Bernie Taupin gesagt: „Lass uns das Album so fröhlich machen, wie wir können.“ Die beiden sind ein mehr als bewährtes Duo. Fast fünf Jahrzehnte arbeiten sie schon zusammen, auf Taupins Konto geht unter anderem der Text zum Megahit „Candle In The Wind“. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit Taupin hat sich im Fall von „Wonderful Crazy Night“ — mal wieder — bewährt. Teresa Dapp

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur im Norden

LIVE: Reden Sie über Ihren Kultur-Abend

Wie war die Theaterpremiere? Wie ist die Stimmung bei der 90er Party? Wie hat Ihnen das Konzert gefallen? Hier unterhält sich Lübeck und die Region über Kultur und Szene!

Bitte beachten Sie: Dieser Chat wird nicht regelmäßig moderiert. Bitte verhalten Sie sich daher so, wie Sie es auch im persönlichen Gespräch tun würden. Schreiben Sie uns eine Mail, wenn Ihnen Inhalte auffallen, die hier nicht stehen sollten.