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Kultur im Norden Entspannung
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20:10 28.07.2018

Vielleicht sollte ich die Zeichen der Zeit einfach richtig deuten. Dieses fast schon unwirklich heiße und trockene Sommerwetter bei stets blauem Himmel seit wer weiß wie vielen Wochen – oder sind es nicht schon Monate? Die gerade beginnenden Ferien in immer mehr Bundesländern, die auffällige Ruhe in den Büros und Werkstätten, das fühlt sich doch alles beim besten Willen nicht mehr nach Fleiß, Hochleistung und immer neuen Rekorden an. Nein, das fühlt sich alles eher an, als müsse man endlich kürzertreten, als müsse man alles entspannter angehen, wirklich alles. Die Arbeit, den Alltag, das Leben, wer weiß, auch die Liebe. Man möchte in Wahrheit doch schon morgens in Badehosen vor die Tür gehen, man möchte leichte Sommerkomödien, keine schweren Alltagsdramen. Das sind die guten Seiten des Klimawandels, wir pflanzen Zitronenbäumchen, denn das geht ja jetzt auf einmal, in unserer neapolitanischen Wetterzone. Und Jahre später machen wir dann Limomade aus den Früchten.

Oder unsere Enkel machen das, was soll’s, wir wollen jetzt wirklich alles entspannter betrachten, auch die Wartezeiten. Wenn sich das Klima wandelt, dann wandeln wir uns auch, was wäre der Mensch, wenn nicht anpassungsfähig. Es wäre zwar ganz nett, den Klimawandel aufzuhalten, aber danach sieht es ja gerade nicht aus. Es wird wärmer, wir werden südlicher. Das immerhin können wir schaffen. Ich kann das, Sie können das. Alles lockerer sehen, kommste heut’ nicht, kommste morgen. Sagen Sie Ihren Vorgesetzten, Sie müssen ab sofort weniger arbeiten, das stand so in der Zeitung, denn genau ab jetzt stimmt das auch, bitte sehr.

Und weil ich mich verpflichtet fühle, mit gutem Beispiel voranzugehen, ist diese Kolumne genau zehn Zeichen kürzer als sonst. Geht doch.

LN

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