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Ernst Jünger, Chronist des Jahrhunderts

Wilflingen Ernst Jünger, Chronist des Jahrhunderts

. In dem alten Wohnhaus von Ernst Jünger (1895–1998) im baden-württembergischen Wilflingen ist gestern eine Ausstellung über das Leben und das Werk des umstrittenen ...

Wilflingen. . In dem alten Wohnhaus von Ernst Jünger (1895–1998) im baden-württembergischen Wilflingen ist gestern eine Ausstellung über das Leben und das Werk des umstrittenen deutschen Schriftstellers eröffnet worden. Unter dem Titel „Waldgang in Wilflingen“ sind Exponate wie der von Ernst Jünger genutzte Stahlhelm aus dem Ersten Weltkrieg oder Käferskizzen des passionierten Insektensammlers zu sehen. In 70 Audio- und Videobeiträgen ist Ernst Jünger selbst zu hören, wie er über sein Leben reflektiert. Die vom Deutschen Literaturarchiv Marbach entwickelte Ausstellung hat etwa 100000 Euro gekostet.

 

LN-Bild

Ernst Jünger (1895-1998).

Ernst Jünger gilt als wichtiger Chronist des 20. Jahrhunderts. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg, wurde mehrfach verwundet und schrieb seine Erlebnisse in seinem bekanntesten Werk, dem Kriegstagebuch „In Stahlgewittern“, nieder. Als Antidemokrat war er in den 1920er Jahren gegen die Weimarer Republik, weswegen er von den Nazis hofiert wurde.

Diese Zeit brachte ihm zeitlebens scharfe Kritik ein. Zu Hitler ging er später auf Distanz, sein Roman „Auf den Marmorklippen“ von 1938 wurde als Kritik an den Nazis verstanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog er in ein Forsthaus, in dem er bis zu seinem Tod 1998 lebte. Dort machten ihm auch Regierungschefs wie Helmut Kohl und François Mitterrand ihre Aufwartung.

„Waldgang in Wilflingen“: Ernst-Jünger-Haus Wilflingen, Stauffenbergstraße 11; Infos: www.juenger-haus.de

LN

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