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Es gilt das gesprochene Wort

Lübeck Es gilt das gesprochene Wort

Dramatik im Tischgespräch: Start einer neuen Reihe im Theater Lübeck.

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Autorin Maxi Obexer: Sie liest in Lübeck aus eigenen Texten.

Quelle: Ullstein

Lübeck. „spoken pieces“ heißt eine neue ungewöhnliche Reihe im Theater Lübeck. Der Auftakt ist am kommenden Dienstag, und es gilt das gesprochene Wort. Aber eben auch das geschriebene, denn es geht um neue Dramatik im Tischgespräch, und den Auftakt macht Margareth „Maxi“ Obexer.

Die gebürtige Südtirolerin ist derzeit Gastprofessorin am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Im Frühjahr hat sie mit „Illegale Helfer“ein Hörspiel für den WDR produziert, das im neuen Jahr in Salzburg und Potsdam auch als Schauspiel auf die Bühne kommt. Sie hat dafür Menschen interviewt, die sich um Flüchtlinge ohne legalen Status kümmern. Es sind Ärzte und Richter, Sozialarbeiter und Studenten. Sie geben ihnen Unterkunft, verhindern ihre Abschiebung und bringen sie zur Not auch über die Grenze, wenn es nicht anders geht. Sie bewegen sich dabei auf einem schmalen Grat und haben die Legalität mitunter schon verlassen.

Die Autorin wird im Theater anwesend sein und mit Schauspielern des Lübecker Ensembles Auszüge aus ihrem Text lesen. Die Zuschauer werden dabei im Jungen Studio nicht wie sonst auf der Tribüne sitzen, sondern an vier Tischen. Das ist der erste Teil des Abends.

Der zweite besteht aus Gesprächen an den Tischen, an denen jeweils eine Art Moderator zu finden sein wird. Neben Maxi Obexer sind das der Landesflüchtlingsbeauftragte Stefan Schmidt und dessen Stellvertreter Thorsten Döring sowie Christoph Kleine, Aktivist des Lübecker Flüchtlingsforums. Und eine Bar wird es auch geben, derzeit steht sie noch in der „West Side Story“ auf der Bühne.

Es sei eine neue Form im Theater, sagt die leitende Schauspieldramaturgin Anja Sackarendt, auf die die Reihe zurückgeht. Sie solle das normale Programm abrunden und vertiefen, aber eben auch in die Aktualität eingreifen. Es solle ein Austausch sein, untereinander und mit Fachleuten. Und zu einem Thema wie der Flucht habe jeder etwas zu sagen, mindestens aber etwas zu fragen.

Der nächste „spoken pieces“Abend wird im Februar stattfinden, das Programm ist in der Planung. Der Eintritt kostet drei Euro, ermäßigt einen Euro. Das Studio bietet sonst Raum für 60 Zuschauer, es müsse aber niemand fürchten, draußen zu bleiben, sagt Anja Sackarendt. „Jeder, der kommen mag, wird Platz finden.“ int

„Illegale Helfer“, Auftakt der Reihe „spoken pieces“ im Studio des Theaters Lübeck: Dienstag, 15. Dezember, 19 Uhr.

LN

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