Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneefall

Navigation:
Eschenbach dirigiert Mahler

Lübeck Eschenbach dirigiert Mahler

Ein letztes Mal tritt das Glanzvolleres gewohnte NDR- Elbphilharmonie-Orchester in der Rotunde der Lübecker Musik- und Kongresshalle auf. Beim darauffolgenden Mal – am 6.

Voriger Artikel
Arbeitskreis zur neueren Geschichte Lübecks
Nächster Artikel
Trommelwirbel für das Burgtor

Häufig am Pult des NDR-Orchesters: Christoph Eschenbach.

Lübeck. Ein letztes Mal tritt das Glanzvolleres gewohnte NDR- Elbphilharmonie-Orchester in der Rotunde der Lübecker Musik- und Kongresshalle auf. Beim darauffolgenden Mal – am 6. Mai – wird der Konzertsaal wieder zur Verfügung stehen.

Beim Konzert morgen Abend steht ein einziges Werk auf dem Programm: Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 6 in a-Moll. Dirigent ist Christoph Eschenbach. Mahlers Sechste wird auch „Die Tragische“ genannt.

Thomas Mann schrieb in „Doktor Faustus“ über ein (fiktives) Oratorium seines Adrian Leverkühn: „Dies dunkle Tongedicht lässt bis zuletzt keine Vertröstung, Versöhnung, Verklärung zu.“ Das hätte er auch über Mahlers Sechste schreiben können. Dies sollte niemand davon abhalten, sich der Sinfonie neugierig zu nähern, denn sie ist auch voller musikalischer Abenteuer, die ein großer Orchesterapparat zu bewältigen hat. Das machen schon die Vortragsbezeichnungen deutlich: „Wie wütend dreinfahren“, „Wie ein Axthieb“ oder „Alles mit roher Kraft“ steht in der Partitur. Vorwärts drängende Rhythmen herrschen (außer im Andante) vor, im Finalsatz erklingen erstmals in der Sinfonik hochdramatische Hammerschläge. Nach etwa 85 Minuten endet das Werk in einem Aufschrei aller Instrumente – und verhallt. Mahlers Ehefrau Alma gab später zu Protokoll: „Im letzten Satz beschreibt er sich und seinen Untergang ...“

Konzert: Sa., 8. April, 19.30 Uhr, Musik- und Kongresshalle Lübeck

mib

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur im Norden