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Experimentelle Klangwogen

Lübeck Experimentelle Klangwogen

Neue Musik mit dem Ensemble Radar.

Lübeck. „Klangrauschen — Musik für neugierige Ohren“ heißt eine Veranstaltungsreihe, die seit 2011 besteht, zunächst fand sie im Tanzhaus statt. Nun hat sie in der Essigfabrik in der Kanalstraße einen neuen Ort gefunden. Hier gab das Lübecker Ensemble Radar am Freitag ein Konzert mit Neuer Musik.

„Klangrauschen“ wende sich an „geübte und ungeübte Hörer“, so der Akkordeonist des Ensembles Radar, Felix Kroll. Mit der Pianistin Ninon Gloger, die auch die Leitung und Organisation der Reihe übernommen hat und den Konzertabend einfühlsam moderierte, mit Martin Possega, Saxophon, Jonathan Shapiro, Schlagzeug und John Eckhardt, Kontrabass erklangen Werke von James Tenney, dem ehemaligen Wahl-Lübecker Reso Kiknadze aus Georgien, Uros Rojko und Alexander Schubert.

In einem Mix aus Free Jazz, Minimal Music und abstrakten und konkreten Klängen ist der stilistische Rahmen der Kompositionen abgesteckt. Kaum merklich wuchsen daraus Improvisationen, die zu den Höhepunkten des Abends gerieten. Dieser begann mit einem endlos scheinenden Crescendo und Diminuendo der Tamtams draußen im Innenhof und endete dort wieder nach knapp zwei Stunden. Mit Staunen war festzustellen, wie gut die Musiker aufeinander eingestimmt waren.

Dabei folgte das interessierte und konzentrierte Publikum bereitwillig den experimentellen Klangwogen. Die Verbindung von Raum — Musik und Klang — und der Bildenden Kunst in der Galerie erinnert an ähnliche Projekte der Fluxus-Bewegung in den 70er und 80er Jahren.

Diesen „multimedialen Grenzüberschreitungen (Performance, Tanz, Theater und Installationen) als Ziel und Absicht der Reihe ist weiterhin viel Publikum zu wünschen.

Dieter Kroll

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