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Fantastischer russischer Abend

Lübeck Fantastischer russischer Abend

NDR Elbphilharmoniker begeisterten mit Ljadow, Prokofjew und Rachmaninow.

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Juraj Valcuha leitete das Konzert der NDR-Elbphilharmoniker.

Lübeck. Lübeck. Ein rein russisches Programm boten die NDR Elbphilharmoniker am Freitag in der gut besuchten MuK-Rotunde unter Leitung von Juraj Valcuha. Der junge slowakische Dirigent bewies sein Gespür für diese Musik bereits im ersten Werk des Abends, Anatoli Ljadows Märchenbild für Orchester „Der verzauberte See“. Aus diesem eher belanglosen Stück musikalischen Jugendstils machten Valcuha und seine Musiker eine Demonstration von Pianokultur, wie man sie nur selten erlebt.

Das Orchester spielte auch im musikalischen Hauptwerk des Abends, Prokofjews Sinfonischem Konzert für Violoncello und Orchester, wie aus einem Guss. Präzise und mit samtweichen Übergängen, klangschön in allen Instrumentengruppen.

Vor allem aber war der große Erfolg dem Solisten Truls Moerk zu verdanken. Prokofjews Konzert zählt zu den schwierigsten Cello- Konzerten überhaupt, die Art und Weise, in der der Solist die Herausforderung annahm, war unglaublich. Der schlanke Ton seines Montagnana-Cellos aus dem Jahr 1723 passte ganz fabelhaft zu Prokofjews Musik und zu Moerks Spielweise. Überlegen und sehr elegant wirkte Moerks Interpretation, über die immensen technischen Schwierigkeiten spielte er hinweg, als existierten sie überhaupt nicht. Wunderschön im Klang, dazu von Juraj Valcuha und seinem Orchester sensibel und äußerst differenziert begleitet. Fantastisch gespielte fantastische Musik.

Rachmaninows „Sinfonische Tänze“ nach der Pause waren nach dem Erlebnis des Prokofjew-Konzertes fast überflüssig. Das letzte, elegische Werk des Komponisten machten die Elbphilharmoniker und ihr Dirigent zu einem erneuten Beweis ihrer Wandlungsfähigkeit. Ein großartiger Abend. Fel

LN

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