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Kultur im Norden Fenster zur großen Kunstwelt
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19:17 30.12.2015
Picasso am Fenster: Foto von Robert Doisneau (1952). Quelle: Doisneau/Rapho

Picasso in Hamburg: Das Bucerius Kunst Forum neben dem Hamburger Rathaus ist bekannt für originelle Präsentationen. Die erste Ausstellung im Neuen Jahr beschäftigt sich mit Pablo Picasso. Genauer: mit dem Fenster- Motiv im Werk des Übervaters der modernen Malerei. Das Fenster sei für Picasso mehr als eine Öffnung in der Wand gewesen, es thematisierte das Sehen und sei Symbol der Malerei für ihn gewesen. Leihgaben aus allen namhaften europäischen Musen und aus dem Museum of Modern Art in New York adeln die Schau „Picasso — Fenster zur Welt“. (6. Februar bis 16. Mai) Florenz in Frankfurt: Mehr als 120 Leihgaben stellen laut Städel-Museum „eine noch nie da gewesene Übersicht“ über die Kunst des Manierismus im Florenz des 16. Jahrhunderts dar.

„Maniera — Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici“ nennt das Kunstinstitut seine Ausstellung zu einem zentralen Kapitel der italienischen Kunstgeschichte. Manierismus gilt gemeinhin als gekünstelt oder pathetisch, doch er kann auch ein extravaganter Stil sein, „the stylish style“, wie ihn ein Kunsthistoriker in den 1960er Jahren genannt hat. Ausgangspunkt der Schau ist eines der kostbarsten Werke der Städel-Sammlung, das „Bildnis einer Dame in Rot“ von Agnolo Bronzino (1503-1572). (24. Februar bis zum 5. Juni) Spanien in Berlin: Das Siglo de Oro, das Goldene Zeitalter der spanischen Malerei in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, hat Meister wie Diego Velazquez und Bartolomé Murillo hervorgebracht. Faszinierend ist dabei, dass die Kunst zu einer Zeit erblühte, als die Macht des spanischen Weltreiches verfiel. Die Gemäldegalerie Berlin verspricht ein facettenreiches Panorama der Ära Velazquez, wie es in diesem Umfang außerhalb Spaniens bislang nicht zu sehen war. (1. Juli bis zum 30. Oktober, anschließend in der Kunsthalle München)

LN

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